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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

 

Der Bau von thermischen Solaranlagen in Mehrfamilienhäusern wird von allen österreichischen Bundesländern gefördert. Einen Überblick der Förderung für Ihr Bundesland und die entsprechenden Ansprechstellen finden Sie in der folgenden Auflistung.

Bundesförderung: bis 2.000 Euro Förderung pro Wohneinheit

Im Sanierungsscheck 2013 wird für Solarwärmeanlagen max. 2.000 Euro pro Wohneinheit Förderung gewährt, zusätzlich zur Sanierung, max. gesamt 9.000 Euro, Kombination mit Landesförderungen möglich. Voraussetzung ist max. Heizwärmebedarf des Hauses von 75 kWh/m²a.

Liegt der Heizwärmebedarf darüber, muss zumindest eine Teilsanierung durchgeführt werden, welche den Heizwärmebedarf um mindestens 20 % senkt, oder eine Einzelbaumaßnahme (Dämmung der gesamten obersten Geschoßdecke bzw. Dachfläche). Mindest-Bruttokollektorfläche 15 m², Kollektoren müssen Solar-Keymark geprüft sein.

Infos zum Sanierungsscheck 2013

Förderungsvergleich mittels Barwertmethode

In der Regel werden Neubauprojekte oder Sanierungsvorhaben an bereits bestehenden Gebäuden mittels einer oder mehrerer der folgenden Förderungsarten unterstützt:

· rückzahlbare (verzinste) Annuitätenzuschüsse
· nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse
· Förderdarlehen
· Zinszuschüsse
· Direktzuschüsse
· Wohnbeihilfen, Bürgschaften, etc.

Um eine österreichweite Vergleichbarkeit der Solarförderungen (über Förderdarlehen, Annuitätenzuschüsse, Zinszuschüsse) zu erreichen, wird eine Barwertberechnung durchgeführt. Dabei werden alle zukünftigen Zahlungen auf den Investitionszeitpunkt (Jahr 1) abgezinst. Für den Vergleich wird daher ein einheitlicher Fremd-kapitalmarkt (Bedingungen für Darlehen) mit folgenden Konditionen angenommen:

· Effektiver Zinssatz: 6,125 % *)
· Dekursive Verzinsung
· Typ: Hypothekardarlehen

Der Vergleich wird zwischen einem Darlehen nach den Konditionen des standardisierten Fremdkapitalmarkts und einem Darlehen nach den jeweiligen Förderungskonditionen gezogen. Das Ergebnis ist der Barwertvorteil, der durch die Förderung der Solaranlage entsteht. Somit gibt der Barwertvorteil die Zinsersparnis für das Darlehen durch die Förderung wieder. Der jeweilige Barwertvorteil wird in den Ergebnissen / Grafiken in Prozent der jeweiligen Solaranlagenkosten angegeben.

Vergleichsgebäude bzw. Solaranlagen

Die Auswirkungen der Errichtung einer thermischen Solaranlage auf die Förderhöhe eines Mehrfamilienhauses wurde anhand von vier verschiedenen Gebäuden verglichen.
Gebäude A beinhaltet 5 Wohneinheiten, Gebäude B 12, Gebäude C 24 und Gebäude D beinhaltet 48 Wohneinheiten.
Jede Wohneinheit wird mit einer Wohnnutzfläche von 80 m² und einer Belegung von durchschnittlich 2,5 Personen angenommen. Damit ist die Förderungswürdigkeit der Wohnungen in allen Bundesländern gegeben und der Vergleich erfolgt auf gleicher Basis.
Um die Vergleichbarkeit der Förderungen gewährleisten zu können, wird für jedes Gebäude eine Referenz-solaranlage definiert. Dafür wurde von einer Heizlast von 3,5 kW pro Wohneinheit ausgegangen. Zusammen mit der angenommenen durchschnittlichen Bewohneranzahl von 2,5 Personen und der Heizlast von 3,5 kW pro Wohnung wurde die Solaranlage für einen Deckungsgrad von ca. 15 bis 17 % dimensioniert und damit die Kosten errechnet.

Grunddaten:

Bezeichung                             

 Wohneinheiten   

Kollektorfläche in Quadratmeter

Gebäude A

16

Gebäude B

12 

37

Gebäude C

24 

75

Gebäude D

48 

150

*)Als Basis für die Barwertvergleiche wurde ein effektiver Zinssatz von 6,125% herangezogen: Als Basis wurde dafür das Mittel des 6 Monats-EURIBOR Juli 2008 – Oktober 2008 mit 5,178 % verwendet, um 1% erhöht und auf Achtelprozent gerundet, ergibt 6,125%. (Dies entspricht der Durchführungsverordnung des Salzburger Wohnbauförderungsgesetzes, welches hier die strengsten Vorgaben hat.)

Burgenland

  • Stand: März 2011
    Direkte Solarförderung: Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Direktzuschusses in der Höhe von 30% der Investitionskosten, wobei eine Obergrenze von max. 800 € pro Wohneinheit bei solarer Warmwasserbereitung und max. 1.000 € pro Wohneinheit bei solarer Raumheizungsunterstützung eingehalten werden muss. Diese Deckelung verringert sich ab 11 Wohneinheiten auf 600 € pro Wohneinheit bei der solaren Warmwasserbereitung und 800 € bei der solaren Raumheizungsunterstützung. Bedingung für die Förderung sind bei Solaranlage für das Warmwasser mind. 60% solare Deckung des Warmwasserbedarfs, bzw. bei Solaranlagen für die Heizung mind. 15% solare Deckung des Gesamtwärmebedarfs, sowie die Leistungsüberwachung über z.B. einen Wärmemengenzähler, sowie die Verwendung eines Niedertemperaturheizsystems (Wandheizung oder Fußbodenheizung). Die volle Höhe der Förderung ist nur für Wohnbaugenossenschaften möglich. Ist der Antragsteller ein privater Bauherr kann nur der Zuschuss für eine Solarförderung von max. 2 Wohneinheiten in Anspruch genommen werden. 

  • Neubau: Über die Wohnbauförderung sind ein günstiges Darlehen bzw. Zinszuschüsse zu Fremddarlehen lukrierbar, je nachdem ob es sich um Reihenhäuser, Wohnheime oder um Gruppenwohnbauten handelt. Die Konditionen sind von der Energiekennzahl abhängig. Der Einbau einer Solaranlage hat keine Auswirkung auf die Höhe dieser Förderung. Voraussetzung für die Wohnbauförderung ist die Verwendung von erneuerbaren Energiequellen. Der Einbau eines Brennwert-Heizsystems mit fossilen Brennstoffen ist nur in Kombination mit einer solaren Warmwasserbereitung möglich. 
  • Sanierung: Der Einbau einer Solaranlage kann im Rahmen der Wohnbauförderung über ein Darlehen finanziert werden. Die Wohnbauförderung ist jedoch nur von dem Heizwärmebedarf nach der Sanierung abhängig und schreibt auch bestimmte u-Werte vor, die nicht überschritten werden dürfen. Auch in diesem Fall hat der Einbau einer Solaranlage keine Auswirkung auf die Konditionen der Wohnbauförderung. 

    Kombination: Der gleichzeitige Erhalt sowohl der Direktförderung als auch der Wohnbauförderung ist möglich.


    Nähere Informationen:

    Amt der Burgenländischen Landesregierung
    Stabsstelle Raumordnung und Wohnbauförderung
    Europaplatz 1
    7000 Eisenstadt
    T: +43 (0) 2682 600 - 2802 oder +43 (0) 576 00 (Lokaltarif)
    F: +43 (0) 2682 600 - 2060
    E: post.wbf@bgld.gv.at
    H: http://www.eabgld.at/index.php?id=813
  • Kärnten

    Stand: März 2011 
    Direkte Solarförderung: Die Förderung besteht in der Gewährung einer Grundförderung von 1.000 € plus pro angeschlossener Wohneinheit 100 € und einer Kollektorförderung von 50 € pro m² Kollektor. Je Wohneinheit sind mindestens 2,5m² notwendig. Die Deckelung der Förderung liegt bei 50% der Investitionskosten. 

    Neubauförderung: Mietwohnungen, Wohnheime und Eigentumswohnungen: Die Wohnbauförderung wird in Form eines Landesdarlehens in Kombination mit rückzuzahlenden Annuitätenzuschüssen zu einem Bankdarlehen gewährt. Die Höhe des Darlehens ist bestimmt durch den Heizwärmebedarf in Abhängigkeit des A/V-Verhältnisses, ist aber praktisch vollkommen unabhängig vom Einbau einer Solaranlage. Es ist jedoch Vorschrift eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung einzubauen, außer die Warmwasserbereitung erfolgt über ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien inklusive Pufferspeicher oder über eine Wärmepumpe. 

    Sanierung: Bei Errichtung einer Solaranlage ergibt sich ein maximal förderbarer Betrag von 60% der anerkannten Sanierungskosten. Davon werden jährlich 5% in Form von halbjährlich ausgezahlten Zuschüssen mit einer Laufzeit von 10 Jahren gewährt. Diese sind nicht zurück zu zahlen.

    Kombination: Neubau: Da der Einbau einer Solaranlage keine Auswirkung auf die Höhe der Wohnbauförderung hat, können Wohnbauförderung und Direktförderung kombiniert werden. Anders bei der Sanierung: Gleichzeitige Nutzung der Wohnbauförderung und der Direktförderung ist nicht möglich.

    Nähere Informationen:

    Direkte Förderung:
    Amt der Kärntner Landesregierung
    Abteilung 15 - Umwelt, UA Energiewirtschaft
    Flatschacher Straße 70
    9020 Klagenfurt
    T: 050536 - 41564
    E: abt15.energiewirtschaft.ktn.gv.at
    H: www.energiewirtschaft.ktn.gv.at

    Wohnbauförderung:
    Amt der Kärntner Landesregierung,
    Abteilung 4 - UA Wohnungs- und Siedlungswesen
    Mießtaler Straße 6,
    9020 Klagenfurt
    T: 050536 - 30441
    E: post.wohnbau@ktn.gv.at 
    H: http://www.wohnbau.ktn.gv.at/

    Niederösterreich

  • Stand: März 2011
    Direkte Solarförderung: Diese Förderschiene gibt es nicht mehr in Niederösterreich!

    Neubauförderung: Die Förderung von Neubauten ab einer Wohnnutzfläche von 500m² erfolgt in Form von Landesdarlehen, rückzahlbaren und nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschüssen. Zur Bestimmung des Fördernominales werden Punkte vergeben, wobei z.B. für die Errichtung einer Solaranlage fünf Punkte vergeben werden. Für einen Neubau sind maximal 64 Punkte erreichbar. Durch diese Förderung ergibt sich ein sehr hoher Barwertvorteil bei Einbau einer Solaranlage.   

    Wohnhaussanierungsförderung: Für Sanierungsarbeiten ab 500 m² Nutzfläche erhält man die Sanierungsförderung für Mehrfamilienhäuser solange die Sanierungskosten unter 1.000€/m² Wohnnutzfläche liegen. Sind sie darüber kann wahlweise über die Neubauförderung oder die Wohnbauförderung für Sanierung angesucht werden. Bei Installation einer Solaranlage als alleinige Maßnahme -gerechnet mit der Förderung von Mehrfamilienhäusern - werden die Sanierungskosten in der Höhe von 30% als Basis gerechnet, davon wird ein Anteil von 4% jährlich mit einer Laufzeit von 10 Jahren (bei höheren Investkosten auch wahlweise 15 Jahre) als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Bei Umsetzung von mehreren Sanierungsmaßnahmen kann im besten Fall (Energiekennzahl ist entscheidend) sogar ein Anteil der Sanierungskosten von bis zu 100% als Grundlage der nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschüsse herangezogen werden.
  • Nähere Informationen:

    Wohnbauförderung:
    Amt der NÖ Landesregierung
    Sachgebietsleitung für den Bereich Mehrfamilienhaus Errichtung
    Landhausplatz 1,
    3109 St. Pölten
    T: 02742 / 9005
    F: 02742 9005 / 15395
    E: post.f2auskunft@noel.gv.at
    H: http://www.noe.gv.at/Bauen-Wohnen/Wohnen/Aktuelles-zur-Wohnbaufoerderung/Aktuelles_in_der_Wohnungsfoerderung.html
  • Oberösterreich

    Stand: März 2011 
    Direkte Solarförderung: Für Wohnhäuser mit mehr als 3 Wohnungen beträgt der Zuschuss 200€ pro m² Flach-Kollektor oder 240€ pro m² Vakuum-Kollektor. Das Ausmaß der Förderung darf höchstens 50 % der Kosten (ohne Umsatzsteuer) betragen. Damit es überhaupt zu einer Förderung kommt, müssen mindestens 2,5 m² Kollektorfläche pro Wohneinheit (im Bereich Wohnheime liegt die Untergrenze bei 1,5 m² pro Wohneinheit) installiert werden. Sollte der Kauf der Solaranlage länger als 2 Jahre vor Fertigstellung stattgefunden haben, muss der Förderantrag unbedingt vor Wohnungsbezug eingebracht werden! Außerdem ist ein Wärmemengenzähler vorzusehen, sowie die Sonnenkollektoren die Produktzertifizierung Solar Keymark aufweisen müssen.  

     

    In Oberösterreich wird im Neubau wie auch in der Sanierung "nur" über den direkten Zuschuss gefördert.


    Nähere Informationen:

    Amt der Oö. Landesregierung
    Abteilung Wohnbauförderung
    Bahnhofplatz 1
    4021 Linz
    T: +43 732 77 20-141 43 oder 141 44
    F: +43 732 77 20-21 43 95
    E:  wo.post@ooe.gv.at
    H: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/SID-C5698B1C-0B3FB6BF/ooe/hs.xsl/13877_DEU_HTML.htm

    Salzburg

    Stand: März 2011 
    Direkte Solarförderung: Der Förderungsantrag ist vor der Umsetzung zu beantragen! Die Höhe des nicht rückzahlbaren Direktzuschusses beträgt für den ersten bis zum 6. m²: 100€, vom 7. bis 25. m²: 50€ pro m² Kollektorfläche. Die Deckelung liegt bei 30% der Anlagenkosten. Die umfassenden Bedingungen für die Förderung bei Einbau einer Solaranlage (wie zB.: Qualität des Kollektors, Vorgabe des spezifischen Speichervolumens, Dämmstärke der Rohre, Vorgabe der Position des Ausdehnugsgefäßes uvm) sind unter

    http://portal.foerdermanager.net/download/index/mediafile/45/
    Solarrichtlinie_Foerdermanager_18_05_2009-NEU.pdf
     

    nachzulesen.

    Neubau: Nach einem bestimmten Ökopunktesystems werden unter anderem für Solaranlagen Punkte vergeben, welche die Förderhöhe positiv beeinflussen. Es wird ein Förderdarlehen gewährt. Pro Zuschlagspunkt für ökonomische Maßnahmen wird die maximale Förderhöhe um 15€/m² angehoben. Für den Einbau einer Solaranlage erhält man abhängig vom LEK-Wert mind. 2 oder 3 Zuschlagspunkte. Wird eine Kollektorfläche von mind. 1m² Kollektorfläche pro 20 m² Bruttogeschossfläche des Gebäudes installiert, wird diese Zuschlagspunktesumme um jeweils einen weiteren Punkt erhöht. 

    Sanierung: Im Rahmen einer umfassenden Sanierung kann eine Solaranlage mitgefördert werden. Eine Solaranlage erhöht die Förderung durch die Anzahl der Zuschlagspunkt für ökonomische Maßnahmen (gleiches System wie im Neubau). Der Einbau eines Wärmemengenzählers ist hier Voraussetzung. Es müssen hierfür aber noch zwei andere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, wobei der Dämmstandard des Gebäudes laut bestimmten Vorgaben, verbessert werden muss. Der Barwertvorteil durch den Einbau einer Solaranlage wird hier stark erhöht! Die Förderung sogenannter „anderer Sanierungen“ fördert auch den Einbau einer Solaranlage als Einzelmaßnahme.

     

    Kombination: Der Erhalt einer Direktförderung und einer Wohnbauförderung innerhalb der letzten 10 Jahre ist nicht möglich! Direktförderung ist normalerweise nur für Einfamilien- und Zweifamilienhaus interessant, da sowohl im Sanierungsfall als auch im Neubau Darlehenszuschüsse günstiger als Direktförderungen sind.

    Nähere Informationen:

    Amt der Salzburger Landesregierung,
    Abteilung 10 - Wohnungswesen - Mag. Johann Vilsecker
    Fanny von Lehnert Straße 1
    5010 Salzburg
    T: (0662) 8042-3702
    F: (0662) 8042-3888
    E:  wohnbaufoerderung@salzburg.gv.at
    H:  http://www.salzburg.gv.at/themen/ve/energie/erneuerbar/solar.htm H: http://portal.foerdermanager.net/download/
    index/mediafile/75/Richtlinien_Solaranlagen.pdf

    Steiermark

    Stand: Jänner 2012 
    Direkte Solarförderung: Pro neu installierter Solaranlage wird ein Zuschuss in Form eines Sockelbetrages von 300€ pro Wohneinheit und 50€ pro m² Aperturkollektorfläche gewährt. Im Falle einer Heizungseinbindung erhöht sich bei einer Anlage mit mindestens 16 m² Kollektorfläche der Sockelbetrag auf 650€ pro Wohneinheit. Voraussetzung für diese Förderung sind der Einbau eines Wärmemengenzählers, sowie der Einsatz geprüfter Kollektoren nach ÖNORM EN 12975 und EN 12976, jeweils Teil 1 und 2. Dies erfüllen Kollektoren, die dem Solarkeymark-Zeichen, dem AustriaSolar-Gütesiegel oder dem Österreichischen Umweltzeichen UZ15 entsprechen. Außerdem ist ein rechnerischen Nachweis des Kollektorertrages zu erbringen, in welchem ein Mindestwert (250 kWh/m2 a bei Raumheizungsunterstützungsanlagen; 350 kWh/m2 a bei Warmwasseranlagen) bescheinigt werden muss.


    Neubau: Die Wohnbauförderung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn eine thermische Solaranlage errichtet wird. Obwohl dies ein so genanntes „MUSS-Kriterium“ ist, werden außerdem zwei Bonuspunkte vergeben (seit April 2009 werden dafür zwei Punkte statt davor 1 Punkt gerechnet!), welche sich auf die Höhe der förderbaren Kosten und Zuschüsse positiv auswirken. (Für Energie und Nachhaltigkeit gibt es max. 25 Punkte) Bei solarunterstützter Heizung ist aus technischer und wirtschaftlicher Sicht ein so genanntes 2-Leitersystem für die Wärmeverteilung zu den Wohnungen ratsam, wofür ein weiterer Bonuspunkt gerechnet wird. Es werden rückzahlbare Annuitätenzuschüsse und ein nicht rückzahlbarer Zuschüsse gewährt.

    Kleine Sanierung: Für einzelne Sanierungsmaßnahmen erhält man nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse. Max. werden 50.000 €/WE gefördert, die Höhe ist abhängig vom Ausmaß der ökologischen Maßnahmen.

    STRONG>Umfassende energetische Sanierung: Diese Förderschiene ist ab April 2009 neu dazugekommen. Im Rahmen dieser können bei mind. 3 ökologischen Sanierungsmaßnahmen, dem Einhalten eines bestimmten max. Heizwärmebedarfs und einer Energieeinsparung von mind. 30% entweder 30%ige Annuitätenzuschüsse auf 14 Jahre oder ein einmaliger 15%iger Zuschuss gewährt werden. Hier kann für die Solaranlage ein Ökopunkt (von max. 4 Ökopunkten) gerechnet werden. In Abhängigkeit der Anzahl der Ökopunkte steigen die förderbaren Kosten.

    Nähere Informationen:

    Wohnbauförderung:
    Amt der Stmk. Landesregierung,
    Abteilung 15 - Wohnbauförderung
    Dietrichsteinplatz 15
    8011 Graz
    T: (0316) 877 3713
    F: (0316) 877 3780
    E:  a15@stmk.gv.at
    H: http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/dokumente/
    10005034_277576/f7d0df7e/gbinfo.pdf


    Direkte Förderung:
    Amt der Steiermärkischen Landesregierung,
    Fachabteilung 13A, Geschäftsstelle des Steirischen Umweltlandesfonds,
    Burggasse 9,
    8010 Graz
    T: (0316) 877-3955,
    F: (0316)877-4559
    E:  umweltlandesfonds@stmk.gv.at
    H:  http://www.technik.steiermark.at/cms/ziel/59689784/DE/

    Tirol

    Stand: März 2011 
    Direkte Solarförderung: Es wird ein nicht rückzahlbarer Direktzuschuss gewährt. Dieser ist abhängig von der Größe des Kollektors. Das Land Tirol gewährt 210€ pro m² Kollektorfläche, wobei bei solarer Heizungsunterstützung als Obergrenze 4.200 € pro Wohneinheit festgelegt sind und bei solarer Warmwasserbereitung 2.100 € pro Wohneinheit fixiert sind. Der Einbau eines Wärmemengenzählers ist Voraussetzung für die Förderung sowie auch ein Speichervolumen von mind. 50l pro m² Kollektorfläche vorhanden sein muss. In der Sanierung werden seit 1.April 2011 für die Investkosten der Solaranlage max. 840 € pro Kollektorfläche(davor 700 € pro Kollektorfläche), welche natürlich nachgewiesen werden müssen, gerechnet. Die Deckelung in der Sanierung liegt bei 30% dieser anrechenbaren Investitionskosten. Sonst ist der Direktzuschuss gleich zu errechnen wie im Neubau. 

    Neubau: Die Höhe der Wohnbauförderung ist unabhängig vom Einbau einer Solaranlage. Wohl aber ist der Einbau einer Solaranlage Voraussetzung bei einem Öl- oder Gas-Brennwertkessel für den Erhalt der Wohnbauförderung. 

    Sanierung: Es kann alternativ zum max. 30% Direktzuschuss der Solaranlage auch über nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse in Höhe von 35% der Investkosten der Solaranlage gefördert werden. Die Höhe der Wohnbauförderung ist unabhängig vom Einbau einer Solaranlage. Auch hier ist eine Solaranlage Voraussetzung wenn ein Öl- oder Gas-Brennwertkessel eingebaut wird, damit es überhaupt zu einer Förderung kommt.

    Kombination: Bei Erhalt einer Wohnbauförderung Neubau kann natürlich zusätzlich auch die Direktförderung für Solaranlagen lukriert werden. Bei Sanierung kann wahlweise über Direktförderung oder Annuitätenzuschüsse gefördert werden.  

    Nähere Informationen:

    Amt der Tiroler Landesregierung,
    Abteilung Wohnbauförderung
    Eduard-Wallnöfer-Platz 3,
    6020 Innsbruck
    T: ++43 (0)512/508-2732
    F: ++43 (0)512/508-2735
    E: wohnbaufoerderung@tirol.gv.at
    Direktförderung:
    H: http://www.tirol.gv.at/themen/bauen-und-wohnen/wohnbaufoerderung/zusatzfoerderungen/solaranlagen/
    Neubau-Wohnbauförderung:
    http://www.tirol.gv.at/themen/bauen-und-wohnen/wohnbaufoerderung/objektgef-wohnungen/
    Sanierung:
    H: http://www.tirol.gv.at/themen/bauen-und-wohnen/wohnbaufoerderung/sanierung/

    Vorarlberg

    Stand: März 2011
    Direktförderung:

    Das Land übernimmt bei solaren Warmwasseraufbereitungsanlagen 25% der Investitionskosten (wobei dafür max. 600 €/m² Bruttokollektorfläche gerechnet werden können) bzw. bei Anlagen die zusätzlich raumheizungsunterstützend arbeiten 30% der Investitionskosten (hier werden max. 500 €/m² als Basis berücksichtigt). Technische Vorgaben: Um eine Förderung zu bekommen, müssen Wärmemengenzähler eingebaut sein, die Dämmstärke der Leitungen im Außenbereich muss mindestens dem Rohrdurchmesser entsprechen und für die Raumheizungsunterstützung ist eine Berechnung vorgeschrieben.

    Bei Überprüfung innerhalb der ersten 2 Jahre wird außerdem bis 20 m2 ein Servicecheck von 200 € und über 20 m² ein Servicecheck von 300 € gewährt.

    Neubau: Die Investitionskosten der Solaranlage dürfen in der Wohnbauförderung zwar nicht mehr mitberücksichtigt werden, es wird aber durch den Einbau einer Solaranlage, welche außer bei Fernwärmeanschluss bindend vorgeschrieben ist, die Anzahl der Ökopunkte erhöht. Für solare Warmwasserbereitung gibt es 22 Ökopunkte, für solare Raumheizung sogar 30 Punkte, welche bereits fast einem Drittel der vorgeschriebenen Ökopunkte in der ersten Förderstufe entsprechen. In Abhängigkeit der Summe der Ökopunkte und des Heizwärmebedarfs ergibt sich die Einteilung in 5 verschiedene Förderstufen. Je höher die Stufe umso besser die Konditionen des Förderdarlehens. Die Darlehenshöhe ist sowohl von der Förderstufe als auch von der Bebauungsdichte (man spricht hier von Nutzflächenzahl) abhängig.

    Bauteilsanierung: Die Investitionskosten der Solaranlage dürfen auch bei der Sanierungsförderung nicht mitberücksichtigt werden, wohl aber erhöht die Solaranlage die Summe der Ökopunkte (22 Ökopunkte bei solarer Warmasserbereitung, 30 Punkte bei solarer Raumheizungsunterstützung). Auch hier ist die Förderstufe von den Ökopunkten und dem Heizwärmebedarf abhängig. Bei niedrigeren Sanierungskosten werden einmalige Zuschüsse ausbezahlt. Bei höheren Sanierungskosten werden günstige Förderdarlehen möglich gemacht. Je höher die Summe der Förderstufe umso günstiger die Konditionen und auch die Höhe des Förderdarlehens, bzw. je höher der einmalige Direktzuschuss.

    Umfassende energetische Sanierung: Die Investitionskosten der Solaranlage dürfen auch bei dieser Sanierungsförderung nicht mitberücksichtigt werden, wohl aber erhöht die Solaranlage die Summe der Ökopunkte (22 Ökopunkte bei solarer Warmasserbereitung, 30 Punkte bei solarer Raumheizungsunterstützung). Voraussetzung für die umfassende Sanierung sind mindestens 3 Sanierungsmaßnahmen und der Energieausweis. Es bestehen die gleichen Vorgaben für die Förderstufe wie bei der Bauteilsanierung. Die Förderhöhe und die Konditionen des Förderdarlehens sowie gegebenenfalls der einmalige Zuschuss fallen noch höher aus als bei der Bauteilsanierung.

    Kombination: Bei Erhalt einer Wohnbauförderung, bzw. Sanierungsförderung (wobei hier aber die Investitionskosten der Solaranlage nicht mit gerechnet werden dürfen!) kann auch die Direktförderung in Anspruch angenommen werden.

    Nähere Informationen:

    Amt der Vorarlberger Landesregierung
    Abteilung Wohnbauförderung
    Römerstraße 15
    6901 Bregenz
    T: +43 (0) 5574 / 511-8080
    F: +43 (0) 5574 / 511-923495
    E: wohnbaufoerderung@vorarlberg.at
    H: http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/bauen_wohnen/wohnen/wohnbaufoerderung/
    weitereinformationen/solaranlagen/solaranlagen-ueberblick.htm

    Wien

    Stand: März 2013
    Direktförderung:

    Gefördert wird mittels nicht rückzahlbarem Direktzuschuss. Die Förderhöhe setzt sich aus Sockelbetrag sowie einer Flächenförderung in Höhe von 70€/m² Absorberfläche bei solarer Warmwasserbereitung oder 100€/m² Absorberfläche bei solarer Raumheizungsunterstützung zusammen. Der Sockelbetrag ist je nach Größe der Anlage gestaffelt: Es gilt für

    3-5 Wohneinheiten: max. 750 € / WE
    6-10 Wohneinheiten: max. 600 € / WE
    11-15 Wohneinheiten: max. 550 € / WE
    16-20 Wohneinheiten: max. 500 € / WE
    ab 21 Wohneinheiten: max. 450 € / WE

    Solaranlagen für Raumkühlung werden mit bis zu 40 % der Investitionskosten gefördert. Für Vorsteuerabzugsberechtigte nach § 12 Umsatzsteuergesetz 1994 ist der Pauschalbetrag jedoch um 1/6 zu vermindern.

    Nähere Informationen:

    Technisch wirtschaftliche Prüfstelle für Wohnhäuser (MA 25)
    Muthgasse 62
    19. Bezirk
    T: + 43 1 4000-8025
    F: + 43 1 4000-99-8025
    E: post@m25.magwien.gv.at
    H: http://www.wien.gv.at/amtshelfer/bauen-wohnen/wohnbautechnik/foerderungen/solarfoerderung.html

    Wohnbauförderung - Sanierung:
    wohnfonds_wien Fonds für Wohnbau und Stadterneuerung
    Lenaugasse 10
    1082 Wien
    T: + 43 1 403 59 19-0
    F: + 43 1 403 59 19 86659
    E: office@wohnfonds.wien.at
    H: http://www.wohnfonds.wien.at/
    Wohnbau - Neubau:
    http://www.wien.gv.at/wohnen/wohnbaufoerderung/
    foerderungen/neubau/index.html

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