x

Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 7-2008


Deutscher Bundestag verabschiedete Wärmegesetz

Neben der Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) verabschiedete der deutsche Bundestag am 6. Juni 2008 das Erneuerbare Energien Wärmegesetz (EEWärmeG). Ab dem 1. Jänner 2009 ist damit im Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden der Einsatz von erneuerbarer Energie zur Deckung des Wärmebedarfes gesetzlich vorgeschrieben. Die Verpflichtung gilt jedoch nur für Neubauten, nicht für Altbauten und deren Sanierung. Solarwärmeanlagen müssen in Zukunft mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfes eines Hauses decken, Heizanlagen mit z. B. Biogas mindestens 30 Prozent, jene mit z. B. Biomasse, Umweltwärme, Geothermie mindestens 50 Prozent. Bei Erdwärmepumpen ist eine Jahresarbeitszahl von 4, bei Luftwärmepumpen von 3,5 gefordert. Ist der Neubau um mindestens 15 Prozent besser gebaut als die Energieeinsparverordnung (EnEV), so ist das Gebäude von der Erneuerbaren-Pflicht befreit, ebenso ist die Verpflichtung erfüllt wenn die Wärme aus Abwärme oder Kraft-Wärme-Kopplung aus überwiegend erneuerbarer Energie stammt.

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) im Überblick


EU Solarmarktstatistik 2007

Die kürzlich veröffentlichte EU Solarmarktstatistik 2007 des Europäischen Solarverbandes ESTIF zeigt ein gemischtes Bild. Insgesamt wurden im Vorjahr neun Prozent weniger Solarwärmeanlagen in den EU-27 plus Schweiz neu installiert (2006: 3 Mio m2, 2007: 2,7 Mio m2). Die Gesamtfläche aller in Betrieb befindlichen Solaranlagen erreichte Ende 2007 eine Fläche von 22 Mio Quadratmetern (15,4 GWth). Besonders in den neuen Mitgliedsstaaten herrscht jedoch Aufbruchstimmung, das Marktwachstum betrug in Ungarn 700 %, in Slowenien 74 %, in Polen 64 %. Auch in Irland hat sich der Markt im Vorjahr verdreifacht. In den meisten Ländern sind zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen. Nur in Deutschland (- 37 %), Schweden (- 11 %) und Österreich (- 4 %) ging der Markt bei Neuanlagen zurück, was zum Teil auf den rückgängigen Heizkesselmarkt (Solaranlagen in der Sanierung) zurückzuführen ist.

Die gesamte EU Solarmarktstatistik findet man unter http://www.estif.org/fileadmin/downloads/Solar_thermal_markets_in_Europe_2007.pdf


3.-5. September 2008: Gleisdorf SOLAR 2008

Vom 3. bis 5. September 2008 findet zum 9. Mal die Gleisdorf SOLAR statt, eines der weltweit wichtigsten Symposien zu thermischer Solarenergienutzung. 400 TeilnehmerInnen aus ca. 20 Nationen werden bei dem Symposium erwartet. Veranstalter ist die AEE INTEC in Kooperation mit der Stadt Gleisdorf und der Feistritzwerke Steweag GmbH, Austria Solar ist einer der Mitveranstalter. Führende Experten der Branche informieren in Fachvorträgen über den Stand der Technik, gelungene Umsetzungsprojekte, neue Entwicklungen und die Marktentwicklung. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit Kontakte mit potenziellen zukünftigen Projektpartnern zu knüpfen.

Detailprogramm und weitere Informationen zur Gleisdorf SOLAR 2008.


Festakt 3.9.2008: Solarwärme Bilanz und Ausblick in Gleisdorf

Seit dem Jahr 2004 ist der Solarmarkt um fast 70 Prozent gewachsen. Das klima:aktiv Programm solarwärme hat einen wesentlichen Beitrag zu dieser Marktsteigerung geleistet. Mit dem Programm wurden über 100 Millionen Euro Investitionen ausgelöst, über die Lebensdauer vermeiden die initiierten Solaranlagen mehr als 300.000 Tonnen CO2. Mit rund 150.000 Broschüren und Folder zu thermischen Solaranlagen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser, Hotels und Pensionen wurden fast 110.000 interessierte Bürger von klima:aktiv solarwärme beraten. Wohnbauträger, Hotelbesitzer und Planer erhielten in 250 Veranstaltungen Informationen aus erster Hand. Mit 1,1 Millionen Zugriffen seit dem Start hat sich die Homepage www.solarwaerme.at zur wichtigsten heimischen Internet-Solarplattform entwickelt. Das Programm initiierte und unterstützte auch Solarkampagnen in sechs Bundesländern. An den Fachkursen nahmen 1.160 Installateure, Planer, Monteure und Energieberater teil. Beim Festakt "Solarwärme - die Gewinntechnologie für Österreich" am 3. September 2008 wird Bilanz über vier Programmjahre gezogen und ein Fahrplan für die Zukunft präsentiert: die Solarwärme Roadmap 2020.

Die Teilnahme an der Festveranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung unter solarwaerme@klimaaktiv.at bzw. unter 03112 / 58 86 12 (von 8:30 bis 12 Uhr) wird gebeten.


European Solar Days: 9 weitere Länder für 2009 im Gespräch

Der Europäische Tag der Sonne 2008 übertraf mit mehr als 4.000 Veranstaltungen alle Erwartungen, jeder vierte Solarevent fand in Frankreich oder Italien statt, die erstmals am Solartag teilnahmen. Die Initative wird von der Europäischen Union und von nationalen Ministerien unterstützt (in Österreich vom BMLFUW). Im heurigen Jahr waren neun Länder dabei: AT, CH, DE, E, F, IT, NL, SLO und PT. Für 2009 haben neun weitere Länder grosses Interesse angemeldet: BE, CZ, DK, FIN, FL, GB, GR, IRL und SE. In einem Workshop am 25./26. September 2008 in Marseille werden die Vorbereitungen für eine Teilnahme dieser Länder am Solartag 2009 getroffen. Ziel für nächstes Jahr ist es, den Europäischen Tag der Sonne auf mindestens halb Europa auszuweiten! Dazu wurde auch ein Film erstellt, der die internationale Solaraktion auf anschauliche Weise vermittelt.

Termin vormerken: 2. Europäischer Tag der Sonne am 15./16. Mai 2009!