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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 2-2011


Ab heute Anträge zum Sanierungsscheck 2011 stellen!

Ab 21. Februar 2011 sind die Antragsformulare für den Sanierungsscheck 2011 auf der Homepage der Bausparkassen und der Kommunalkredit Public Consulting (KPC) verfügbar. Die Bundesförderung ist mit der jeweiligen Landesförderung kumulierbar. Die Abwicklung der Förderung erfolgt wieder über die Bausparkassen und die KPC.

Die wichtigsten Punkte zu Solaranlagen im Sanierungsscheck 2011:

  • es werden 70 Millionen Euro an Private und 30 Millionen Euro an Betriebe vergeben
  • Mindest-Bruttokollektorfläche für thermische Solaranlagen 15 m²
  • Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen werden zusätzlich zur Sanierung gefördert
  • die Förderhöhe beträgt max. EUR 1.500 im EFH und max. EUR 1.000 Euro pro Wohneinheit im MFH
  • für die Förderung ist nur mehr eine Teilsanierung (Bsp. nur Dämmung oberste Geschossdecke) erforderlich
  • ist das Gebäude bereits optimal gedämmt, wird die Solarwärmeanlage ohne weitere Massnahmen gefördert

Antragsformulare für Private: www.sbausparkasse.at, www.wohnbausparen.at, www.wuestenrot.at, www.volksbank.at
Antragsformulare für Betriebe:
www.publicconsulting.at


Europäischer Tag der Sonne 6./7. Mai 2011: Online Registrierung gestartet!

Was kann Solarenergie, wie viel bringt sie und was kostet sie? Dies und mehr erfährt man bei der Europäischen Solar-Aktion. Die Aktion findet bereits zum 10. Mal in Österreich und weiteren 16 Ländern Europas statt. Organisiert wird sie vom Verband Austria Solar und Klimabündnis Österreich, mit vielen lokalen Partnern. Gemeinden, Schulen, Betriebe und Energieberatungsstellen sind eingeladen, sich mit eigenen Aktivitäten am Europäischen Tag der Sonne zu beteiligen. Tipps und Ideen findet man unter www.tag-der-sonne.at! Als Unterstützung gibt es Broschüren, Luftballons, T-Shirts, Plakate, Transparente, Flugblätter und vieles mehr. Für Schulen gibt es praxiserprobte Unterrichtshilfen. Alle Aktivitäten werden online gelistet und medial beworben.

Machen Sie mit – einfach Aktion anmelden und Material bestellen!


Solarwärme als Thema bei Klubenquete von SPÖ und ÖVP im Parlament

Am 3. Februar 2011 fand im Parlament die größte Klubenquete der 2. Republik statt – zum Thema Umwelt, Bauen und Wohnen. Mit über 400 Teilnehmern platzte das Parlament sprichwörtlich aus allen Nähten Die Enquete war eine Initiative der Plattform Umwelt + Bauen, der neben der Bauwirtschaft und den Sozialpartner auch Austria Solar angehört. Mit der Enquete wurde den zuständigen Ministern und Abgeordneten eindrucksvoll vor Augen geführt, dass wir nur mit umweltwirksamen Bau- und Heizungsinvestitionen unsere Umweltziele erreichen und zukünftige Beschäftigung sichern können. Der Verband Austria Solar wurde durch die stv. Obfrau Andrea Dober vertreten, die in einer 15-minütigen Rede im Nationalrat auf die Bedeutung und die ungenutzten Potenziale von Solarwärme für die Umwelt- und Wirtschaftspolitik unseres Landes hinwies.

Zur Videoaufnahme der Solarwärme-Rede bei der Parlamentsenquete am 3.2.2011


Bundesverband für Erneuerbare Energie (BEEÖ) gegründet

Am 4. Februar 2011 wurde der neue „Bundesverband Erneuerbare Energie Österreich“, kurz BEEÖ, vor rund 30 Journalisten in Wien aus der Taufe gehoben. Der völlige Umstieg auf erneuerbare Energie in Österreich erfordert einen Schulterschluss aller Erneuerbaren Energien, der damit erstmals gelungen ist. Die Gründungsorganisationen sind die IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich, Oesterreichs Energie - Grosswasserkraft, Photovoltaik Austria, Austria Solar, der Österreichisch Biomasse-Verband, die ARGE Kompost und Biogas und pro pellets Austria. Präsident der Vereinigung ist Josef Plank, ehemals Umwelt- und Agrarlandesrat in NÖ. Der BEEÖ repräsentiert im Strombereich fast 70 % des österreichischen Verbrauchs, im Wärmebereich knapp 35 %. Durch die Bündelung der Kompetenz der einzelnen Verbände im BEEÖ soll die vollständige Umstellung des Energiesystems auf erneuerbare Energien umfassend und professionell in Angriff genommen werden.

Energieautarkie für Österreich 2050 machbar

Die am 26. Jänner von Umweltminister Berlakovich präsentierte Studie „Energieautarkie für Österreich 2050“ zeigt, dass auch bei steigendem Wirtschaftswachstum ein völliger Ausstieg aus fossilen Energieträgern in Österreich realistisch ist. Die Studie entwirft für das Jahr 2050 bei 100 Prozent Erneuerbarer Energie folgendes Bild:

  • Biomasse und Wasserkraft decken über die Hälfte des Energiebedarfs. Die erneuerbaren werden massiv ausgebaut: Fotovoltaik um das 500-fache, Solarwärme ums 10-fache, Wärmepumpen ums 8-fache, Windkraft ums 5-fache.
  • Der durchschnittliche Heizenergiebedarf von Gebäuden wird mehr als halbiert, auch der Strombedarf in Gebäuden sinkt deutlich.
  • Die Beheizung von Gebäuden erfolgt fast ausschließlich durch Solarwärme und Wärmepumpe - auf diese Weise wird die vorhandene Biomasse für Mobilität und Industrie frei.
  • Nur mehr jede zweite Fahrt wird mit dem PKW zurückgelegt, überwiegend mit Elektroautos.
  • Die andere Hälfte ist öffentlicher Verkehr, Radfahren, Füßgänger. Schwere Nutzfahrzeuge und Maschinen in Land- und Bauwirtschaft werden überwiegend mit Biotreibstoff betrieben. Der Güterverkehr findet fast vollständig über Schiene und Schiff statt.

Die Studie stellt aber klar, dass ein solcher Umstieg nur mit engagierten, klaren und eindeutigen politischen Entscheidungen auf allen Ebenen möglich ist. Das betrifft ökonomische Instrumente (z.B. Energiepreise), Vorschriften, Bahnausbau, neue Stromtrassen und Energiespeicher, verstärkte Energieforschung etc. Auch die Bevölkerung muss diese Entwicklung unterstützen und den notwendigen gesellschaftlichen Wertewandel mittragen.

Energieautarkie für Österreich 2050 – Kurzfassung als Download


Bereits 30,1 Prozent Erneuerbare Energie am Bruttoinlandsverbrauch 2009

Der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoinlandsverbrauch in Österreich betrug im Jahr 2009 bereits 30,1 Prozent (2008: 26,6 Prozent). Die Umsätze bei erneuerbarer Energie stiegen von 2008 auf 2009 um 6,6 Prozent, die Zahl der Beschäftigten um 4,8 Prozent. Dies sind die Ergebnisse einer von der Technischen Universität Wien im Auftrag des Lebensministeriums erstellten Studie, die als Broschüre "Erneuerbare Energie in Zahlen 2009" veröffentlicht ist. Die ansprechend gestaltete Publikation gibt einen Überblick über den Anteil erneuerbarer Energieträger am Energiemix, die Klimarelevanz sowie die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Erneuerbaren. Laut Ergebnis der Studie trug die Nutzung von Solarwärme im Jahr 2009 mit 1,5 Prozent zum erneuerbaren Endenergieaufkommen in Österreich bei. Jeder siebente Arbeitsplatz (13,3 Prozent) unter den Erneuerbaren wird durch Solarwärme gesichert. Mit Solarwärme wurden Ende 2009 insgesamt 0,43 Mio Tonnen CO2 pro Jahr vermieden, das sind 3,3 Prozent der CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energie im Bereich Wärme.

Broschüre "Erneuerbare Energie in Zahlen 2009" als Download