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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 2-2012


12,4 Prozent Erneuerbare Energie in den EU-27 im Jahr 2010 - mehr als erwartet

Im Jahr 1997 wurde von der EU-Kommission ein Weißbuch Erneuerbare Energieträger verfasst. Im Jahre 2010 sollte der Anteil erneuerbarer Energieträger am Energieverbrauch der Europäischen Union mindestens 12 Prozent betragen. 1997 lag der Anteil bei 5,4 Prozent. Wie eine aktuelle Schätzung von EurObserv'ER zeigt, wurde dieses Ziel mit 12,4 Prozent im Jahr 2010 sogar übertroffen. Der Statusbericht Erneuerbare Energie 2010 zeigt allerdings, dass die einzelnen Technologien seit 1997 unterschiedlich stark ausgebaut wurden. Photovoltaik, Windkraft und Wärme aus Geothermie liegen weit über den Ausbauzielen. Bei Kleinwasserkraft, Strom aus Geothermie und Biodiesel sind die geplanten Ziele fast erreicht. Solarwärme, Biogas und Biomasse blieben hingegen weit unter den Ausbauzielen für 2010. Bei Solarwärme wurden von geplanten 100 Millionen m2 im EU-Weißbuch bis 2010 nur 34,5 Millionen m2 erreicht. Zur Zielerreichung der einzelnen Technologien gibt es eine kompakte Übersicht im Solarwärme Blog.

Solarwärme Blog: 2010 mehr RES als erhofft – wie weiter?


Schweiz: Masterplan Solarwärme 2035

Ende Jänner wurde bei einer Solarwärmetagung in Luzern ein Masterplan für den langfristigen Solarwärme-Ausbau der Schweiz angekündigt. Ziel sind 2 m2 Kollektoren pro Kopf, die im schweizerischen Wohngebäudepark bis zu 60 Prozent des Wärmebedarfs durch Sonnenergie decken. Das Zwischenziel sind 0,5 m2 pro Kopf bis 2020, im Jahr 2011 waren es 0,13 m2 pro Kopf. Der jährliche CO2-Ausstoss von fossilen Brennstoffen soll damit um 1,3 Millionen Tonnen gesenkt werden. Die erforderlichen Massnahmen sind eine Bildungsoffensive im Handwerk, verbindliche Solarwärme-Ziele von Bund und Kantonen, Fördermassnahmen für grössere Solaranlagen für Mehrfamilienhäuser und Nahwärmenetze, Abbau von Hemmnissen für Hausbesitzer, Pflichtanteile für solar erzeugtes Warmwasser und die Intensivierung der Forschung mit Schwerpunkt Kostensenkung und Langzeitspeicherung.

Eckpunkte des Masterplan Solarwärme 2035


Österreich verfehlt Kyoto-Ziel - 600 Mio Euro Strafzahlung drohen

Eine thermische Solaranlage zur Heizungsunterstützung erspart während des Betriebs in 20 Jahren rund 40 Tonnen CO2. Würde man in Österreich 750.000 Haushalte mit Solaranlagen ausstatten, würde das insgesamt eine CO2 Reduktion von 30 Millionen Tonnen auslösen. Das entspricht genau der CO2 Menge, die wir zwischen 2008 und 2012 über dem Kyoto Ziel liegen, wie die aktuelle Treibhausgas-Inventur 2010 des Umweltbundesamts zeigt. Für diese Menge wird die Republik rund 600 Millionen Euro an Strafzahlungen leisten müssen, wie Umweltminister Berlakovich bei der Präsentation der Treibhausgas-Inventur am 11. Jänner 2012 einräumte. 600 Mio Euro heissen: neue Schulden, noch mehr sparen. Hätte man das Geld in den Ausbau der Erneuerbaren investiert, wäre das Kyotoziel locker erreicht worden. Der Ausbau hätte zudem die dringend notwendigen tausenden green jobs geschaffen, von denen die Politik ständig spricht. Wird in Gebäude- und Heizungssanierung investiert, fließt ausserdem Geld über Steuereinnahmen ins Budget. Ein Beispiel: Bei der Errichtung einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung gehen 4.000 Euro an Steuerleistungen an den Finanzminister. Acht solche Solaranlagen schaffen einen neuen Arbeitsplatz. Das von Berlakovich nun geforderte CO2-Sparpaket kommt für das Kyoto-Ziel zu spät.

Umweltbundesamt: Treibhausgasemissionen 2010 – Präsentation


Ab 20. Februar 2012 Anträge zum Sanierungsscheck 2012 stellen!

Ab 20. Februar 2012 können Förderanträge für den Sanierungsscheck 2012 direkt bei den Banken und Bausparkassen eingereicht werden. Die Kombination mit Landesförderungen ist möglich. Es werden 70 Millionen Euro an Private und 30 Millionen Euro an Betriebe vergeben.

Die wichtigsten Punkte zu Solaranlagen im Sanierungsscheck 2012:

  • Mindest-Bruttokollektorfläche für thermische Solaranlagen 15 m²
  • Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen werden zusätzlich zur Sanierung gefördert
  • die Förderhöhe beträgt max. EUR 1.500 im EFH und max. EUR 1.000 Euro pro Wohneinheit im MFH
  • für die Förderung ist nur eine Teilsanierung (Bsp. Dämmung oberste Geschossdecke) erforderlich
  • ist das Gebäude bereits optimal gedämmt, wird die Solarwärmeanlage ohne weitere Massnahmen gefördert

Alle Einreichinfos zum Sanierungsscheck 2012


Europäischer Tag der Sonne 4./5. Mai 2012: Online Registrierung gestartet!

Was kann Solarenergie, wie viel bringt sie und was kostet sie? Dies und mehr erfährt man bei der Europäischen Solar-Aktion. Die Aktion findet bereits zum 11. Mal in Österreich und weiteren 17 Ländern Europas statt. Organisiert wird sie vom Verband Austria Solar und Klimabündnis Österreich, mit vielen lokalen Partnern. Zum ersten Mal tragen drei (!) Ministerien die Aktion mit. Gemeinden, Schulen, Betriebe und Energieberatungsstellen sind eingeladen, sich mit eigenen Aktivitäten am Europäischen Tag der Sonne zu beteiligen. Tipps und Ideen findet man unter www.tag-der-sonne.at! Als Unterstützung gibt es Broschüren, Luftballons, T-Shirts, Plakate, Transparente, Flugblätter und vieles mehr. Für Schulen gibt es praxiserprobte Unterrichtshilfen. Alle Aktivitäten werden online gelistet und medial beworben.

Machen Sie mit – einfach Aktion anmelden und Material bestellen!


Solarkampagne "Spar mit Solar" in der Steiermark - Auftakt 5. Februar.2012 in Graz

Das Programm klima:aktiv erneuerbare wärme und Austria Solar haben wieder eine Kampagne "Spar mit Solar" in der Steiermark initiiert, Auftaktveranstaltung ist bei der Häuslbauermesse in Graz am 5. Februar 2012. Fokus der Kampagne ist Sanieren und Heizen mit der Sonne. Mit 5 Informationsveranstaltungen samt Fachausstellung, 3.000 Plakaten, 15.000 Infobroschüren und 15.000 Solar-Kalkulatoren werden die Steirer breit informiert. Im Zeitraum der letzten Kampagne "Spar mit Solar" 2005 bis 2008 verdoppelte sich der Solarmarkt in der Steiermark. Allein im Jahr 2008 besuchten 1.200 Interessierte die Informationsveranstaltungen. Koordiniert wird die Kampagne 2012 von AEE INTEC und der Grazer Energieagentur.

Auftaktveranstaltung zu "SPAR mit SOLAR 2012" auf der Messe (So. 5. Februar 11:00 - 12:30 Uhr)