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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 9-2012


Solar-Rekord: 5 Millionen Quadratmeter Kollektoren errichtet

Am Mittwoch, 26. September 2012, wurde die neue Rekordmarke bei Solarwärme von Umweltminister Niki Berlakovich und Austria Solar Obmann Robert Kanduth gefeiert. Der Jubiläumskollektor ist Teil einer 1.000 Quadratmeter großen Solaranlage für die Fleischerei Berger im niederösterreichischen Sieghartskirchen. Die Solarenergie ersetzt Heizöl Leicht und wird zum Reinigen und Pasteurisieren der Fleischprodukte verwendet. In Zukunft werden hier Würste mit der Sonne produziert. Der Betrieb spart sich damit 62.500 Liter Heizöl pro Jahr, das ist der Verbrauch von 15 Einfamilienhäusern. Die 5 Millionen Quadratmeter Solarfläche entsprechen tausend Fußballfelder. Die Kollektoren produzieren in ihrer Lebensdauer soviel Energie wie eine Autokolonne 9 mal um den Erdball im Tank hat. "Bis 2020 wollen wir in Österreich die Fläche an Sonnenkollektoren auf 10 Millionen Quadratmeter verdoppeln", erklärte Berlakovich bei der Feier.

Fotos von der Pressekonferenz zum Solar-Rekord am 26. September 2012


Kurzbericht zur Konferenz GLEISDORF SOLAR von 12. bis 14. September 2012

Zum 10. Mal fand heuer die internationale Konferenz "Gleisdorf SOLAR 2012" statt. Austria Solar war Mitveranstalter und nahm an der Konferenz teil.

Die Highlights in Kürze:

  • 280 Teilnehmer aus 19 Ländern
  • bei Massenmarkt Eigenheim gedämpfte Stimmung, bei Grossanlagen dafür Aufbruchstimmung
  • Solare Grossanlagen war Tagungsschwerpunkt
  • mehrere internationale Projekte im Megawatt-Bereich präsentiert (CA, DK, USA, Saudi Arabien)
  • DK: Verdoppelung des Bestands an Solaren Fernwärmeanlagen binnen zwei Jahren ist im Laufen
  • Kostensenkung bei Komponenten und Systemen in vielen Vorträgen ein Thema
  • Kollektorentwicklung: Gewohntes soll man hinterfragen, Neues wagen wie Betonkollektor, Solarwand, Teiltransparenz, Fassadenlamellen, Kollektorskulpturen
  • Vakuumdämmung mit Schüttmaterial/Folien dämmt bis 10 mal besser als Weich-/Hartschaumdämmung
  • Solare Kühlung: elektr. COP 15-20 machbar bei ideal konstruierten Kombianlagen für Kühlen & Heizen (15-20 kWh Solarwärme & Kälte aus 1 kWh Strom)
  • Breiter künftiger Markt für therm. Speicher - von Solarwärme über Abwärmespeicherung bis Klimaanlage für Elektroautos

Fotos und Eindrücke von der Tagung


Eindrücke vom Branchen-Treff zu Solarthermischen Grossanlagen

Einen Tag vor der „Gleisdorf Solar 2012“ trafen sich Banken, Gebäudeausrüster, Anlagenbauer, Energieversorger und Solarfirmen zu einem Austausch, was der Markt bei solarthermischen Großanlagen braucht. Eine Erkenntnis dabei war, dass weniger technische Fragen als Risiko- und Haftungsfragen bei der Anlagenfinanzierung zu den Haupthemmnissen der Verbreitung zählen. Industriebetriebe, Betreiber von Fernwärmenetzen und Wohnbauträger haben völlig andere Anforderungen als private Endkunden. Banken brauchen für Finanzierungslösungen Turn-Key Anbieter, die solarthermische Großanlagen über 1.000 Quadratmeter aus einer Hand anbieten und entsprechende Sicherheiten bieten. Davon gibt es in ganz Europa allerdings nur drei. Für die Entwicklung eines Marktes von mehreren Millionen Quadratmetern sind es definitiv zu wenige. Denn das Potenzial ist enorm: für solare Prozesswärme in Österreich bräuchte es 3,3 Mio. Quadratmeter Kollektorfläche, bei solarer Fernwärmeeinspeisung sind es bis zu 20 Mio. Quadratmeter.

Kurzbericht und Fotos zum Branchen-Treff zu Solarthermischen Grossanlagen


Dänemarks Sonnenseiten - Besuch der weltweit zweitgrössten Solaranlage

Dänemark verdoppelt den Bestand an Solaren Fernwärmeanlagen in den nächsten zwei Jahren. Und das 1.000 Kilometer nördlich von Österreich! Der Grund dafür ist laut dem dänischen Solarexperten Jan Erik Nielsen ganz einfach: „Solare Fernwärme ist heute billiger als andere Quellen, auf Erdgas gibt es hohe Steuern, darum wird Solar jetzt massiv ausgebaut.“ Die grösste Anlage steht im Ort Marstal auf der Insel Ærø. Die 33.000 Quadratmeter Sonnenkollektoren decken 55 Prozent der Wärmeversorgung des ganzen Ortes. Die Solaranlage ist Teil eines Smart District Heating Konzepts, wo erstmals Strom- und Wärmemarkt miteinander vernetzt werden. Bei Stromüberschuss im Netz ist Strom billig und eine Wärmepumpe liefert Wärme aus dem Speicher direkt ins Fernwärmenetz. Bei Spitzenpreisen für Strom läuft die Biomasse-KWK und schiebt die Abwärme in den Speicher. Bei Sonne läuft die Solaranlage. Das muss man gesehen haben – im Solarwärme Blog gibt es einen Bericht mit Fotos vom Anlagenbesuch.

Dänemarks Sonnenseiten – ein solarer Urlaubsbericht