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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 5-2013


Film zur Exkursion: 100 % solar beheizte Gebäude - die Masse machts

Steigende Energiepreise machen vollsolar beheizte Gebäude immer interessanter. Ganzjährig nur mit der Sonne heizen, ohne Zusatzheizung – wie das geht, zeigte die Exkursion am 22. März 2013 zu 100 % solar beheizten Gebäuden in Salzburg. In zwei Gebäuden wurde von den Teilnehmern erkundet, wie man die Masse der Bodenplatte eines Hauses für die Speicherung von Solarwärme übers ganze Jahr nutzen kann. Im Simulationsraum der BAUAkademie Salzburg konnte man hinter die Kulissen blicken und miterleben, wie man die Massen von Boden, Decke und Wände eines Gebäudes solar aktivieren kann. Die Exkursion war eine Initiative von Austria Solar und der BAUInnung Salzburg.

FILM ANSEHEN (08:12 min)


5 Millionen Euro für solarthermische Grossanlagen vom Klima- und Energiefonds

Das Förderprogramm "Solarthermie - Solare Großanlagen" des Klima- und Energiefonds ist heuer wieder ausgeschrieben. Ausschreibungsstart war 24. April 2013, das Fördervolumen beträgt 5 Mio. Euro. Es wird die Planung und Errichtung von innovativen Solaranlagen mit einer Kollektorfläche zwischen 100 und 2.000 m2 in folgenden Themenbereichen gefördert:

  • Solare Prozesswärme in Produktionsbetrieben
  • Solare Einspeisung in netzgebundene Wärmeversorgungen (Mikronetze, Nah- und Fernwärmenetze)
  • Hohe solare Deckungsgrade (über 20 % am Gesamtwärmebedarf) in Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
  • Solar unterstützte Klimatisierung und deren Kombination mit solarer Warmwasseraufbereitung und Heizung in Zeiten ohne Kühlbedarf
  • NEU: Neue Technologien und innovative Ansätze

Der Fördersatz liegt bei max. 40 % der umweltrelevanten Mehrinvestitonskosten plus allfällige Zuschläge. Solare Kühlanlagen werden zu denselben Konditionen wie der Solarthermieteil der Anlage gefördert. Maßnahmen zur Systemintegration für Prozesswärme-Solaranlagen werden mit maximal 50 % der umweltrelevanten Investitionskosten gefördert. Die Förderung erfolgt durch nicht-rückzahlbare Investitionszuschüsse. Im Rahmen der Projekteinreichung muss ein Beratungsgespräch mit Experten der Begleitforschung stattinden.

Ausschreibungsleitfaden "Solarthermie - Solare Großanlagen" (läuft bis 27. September 2013)


6. Europäischer Tag der Sonne grosser Erfolg - 356 Veranstaltungen in Österreich

Der Tag der Sonne am 3. und 4. Mai 2013 fand heuer zum 12. Mal in Österreich statt, zum 6. Mal als European Solar Days in 19 Ländern. Von Norwegen bis Italien, von Portugal bis Ungarn fanden 5.500 Veranstaltungen zu Solarenergie statt. In Österreich informierten 356 Gemeinden, Betriebe, Schulen und Kindergärten sowie Beratungsstellen über Solarwärme. Über 40.000 Besucher aus der lokalen Umgebung wurden erreicht. Die Aktion wurde von Austria Solar gemeinsam mit dem Klimabündnis Österreich organisieret.

Fotos vom Europäischen Tag der Sonne 2013
Homepage der European Solar Days mit allen beteiligten Ländern


Kurzbericht zum 23. Symposium Thermische Solarenergie am 24.-26. April 2013 in Staffelstein (D)

Von 24. bis 26. April 2013 fand zum 23. Mal in Staffelstein (D) das größte Solarwärme-Fachsymposium im deutschsprachigen Raum statt. AEE INTEC vertritt Österreich im Tagungsbeirat. Austria Solar hielt einen Vortrag zu Solaren Großanlagen bei der Tagung.

Die wichtigsten Highlights in Kürze:

  • + 14 % Marktwachstum weltweit 2012, dominiert von China
  • - 7 % Marktrückgang in Europa 2012 (Gesamtvolumen 3,175 Mio m2):
    • + 60 % Dänemark
    • + 25 % Finnland
    • + 15 % Belgien
    • +/- 0 % Frankreich
    • +/- 0 % Niederlande
    • -   9 % Deutschland
    • - 15 % Österreich
    • - 22 % Italien
    • - 28 % Portugal
    • - 35 % UK
  • -19 % Marktrückgang im 1. Quartal 2013 zu 2012 in Deutschland, schwächster Jahresauftakt seit 2006
  • Deutsche MAP-Förderung Solarwärme für 2013 gesichert, keine Novelle des EEWärmeG mehr vor der Wahl
  • EEWärmeG bewirkte, dass in 20 % aller Neubauten Solarwärme installiert wird
  • Grosses Thema der Tagung: Solarwärme zunehmend im Wettbewerb zu PV
  • Heftige Diskussionen um Kostensenkung um konkurrenzfähig zu bleiben, ESTIF-Präsident Robin Welling: „Das müssen wir jetzt angehen, es hilft nichts mehr zu warten.“
  • Halbierung der Kollektorproduktionskosten 1995-2010 war ähnlich wie bei PV-Modulen, kam beim Endkunden aber nicht an
  • Wärmeerzeugung mit Solarwärme und PV derzeit fast gleich wirtschaftlich, wie mehrere Studien präsentierten
  • Viele Vorträge zu Solar-Wärmepumpen-Systemen und zu Solarer Prozesswärme

Europaparlament stimmt gegen Verknappung der CO2-Zertifikate

Am 16. April 2013 war ein schwarzer Tag für den Klimaschutz und die Energiewende in Europa. Das Europaparlament lehnte in einer Abstimmung mit 334 zu 315 Abgeordneten ab, 900 Millionen Kohlendioxid-Zertifikate vom Markt zu nehmen. Mit dieser künstlichen Verknappung sollte der am Boden liegende Zertifikatspreis wieder in die Höhe getrieben werden, zuletzt war der Preis für eine Tonne CO2 auf gerade einmal vier Euro gefallen. Der Preisverfall beim CO2 Ausstoss hatte eine Renaissance der klimaschädlichen Braunkohle ausgelöst, die damit günstig Strom am Markt verkaufen kann. Dem sollte die Verknappung entgegenwirken und ein klares Signal an die Verbraucher senden, das Investitionen in CO2 arme Technologien (wie Solarwärme) weniger bis gar nicht belastet und damit belohnt werden. Der Vorschlag der Kommission wurde an die Ausschüsse im Europaparlament zurückverwiesen. Wir hoffen daher auf die zweite Chance.

31 Prozent Erneuerbare Energie am Endenergieverbrauch 2011

Der Anteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch in Österreich betrug im Jahr 2011 31 Prozent, ein leichter Zuwachs geg. 2010 (30,6 Prozent). In absoluten Zahlen verringerte sich der Beitrag anrechenbarer Erneuerbarer von 2010 auf 2011 jedoch um 2,5 Prozent auf 99.318 GWh. Daher sanken auch die Umsätze und die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies ist das Ergebnis der kürzlich veröffentlichten Broschüre "Erneuerbare Energie in Zahlen 2011" des Lebensministeriums. Solarwärme trug im Jahr 2011 mit 1,9 Prozent zum erneuerbaren Energieaufkommen in Österreich bei. Fast jeder zehnte Arbeitsplatz (10,6 Prozent) durch Erneuerbare Energie wird mit Solarwärme gesichert. Mit Solarwärme wurden Ende 2011 insgesamt 0,376 Mio Tonnen CO2 pro Jahr vermieden, das sind 4 Prozent der CO2-Vermeidung durch erneuerbare Energie im Bereich Wärme.

Broschüre "Erneuerbare Energie in Zahlen 2011" als Download


23.-25. September: SHC Conference in Freiburg (D)

Zum 2. Mal findet im September die International Conference on Solar Heating and Cooling for Buildings and Industry SHC2013 statt, heuer in Deutschland. Die Konferenz ist eine einzigartige Plattform für Experten zum Austausch der neuesten Ideen und technischen Entwicklungen bei Solarwärme. Auch die Themen Marketing und Rahmenbedingungen werden aus internationaler Sicht behandelt. Die Organisatoren der Konferenz sind das IEA Solar Heating & Cooling Programme (IEA SHC) und der Verband European Solar Thermal Industry Federation (ESTIF). Teilnehmen lohnt sich!

Programm und Anmeldeinfos zur SHC2013 in Freiburg (D)