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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 3-2014


Förderung für Ihre private SolarWärme-Anlage

Private Haushalt, die in Zukunft die Vorteile von Solarwärmeanlagen genießen möchten, können im Rahmen des Sanierungsscheks unter http://www.umweltfoerderung.at/uploads/infoblatt_tgs_private_2014_efh.pdf um 2.000 € Direktförderung für die Errichtung einer Solarwärmeanlage ab 15m2 ansuchen.

Und noch ein Vorteil: Der nachträgliche Einbau von SolarWärmeanlagen ist als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer absetzbar. Der einheitliche Höchstbetrag für Sonderausgaben beträgt 2.920 € jährlich. Als Sonderausgabe gelten auch Aufwendungen zur Sanierung von Wohnraum, zum Beispiel Instandsetzungsmaßnahmen.


Ukraine: Unsichere und teure Gasimporte, statt heimischer und sauberer Solarwärme?

Die politische Krise in der Ukraine macht es wieder einmal klar: Die Abhängigkeit von Energieimporten ist gefährlich. Österreich wendet im Jahr 1 Mrd. Euro für russisches Erdgas auf. Der Anteil der österreichischen Energieimporte am Gesamtenergieverbrauch beträgt ca. 70%. Die Gesamtimportkosten sind im letzten Jahr um 2 Mrd. € auf 17,3 Mrd. € gestiegen, Geld, das der österreichischen Volkswirtschaft unwiederbringlich verloren geht! Der Energiesektor hat die schlechtesten Werte in der österreichischen Handelsbilanz.

Die Energiewende im Wärmesektor ist dringender denn je! 55% des österreichischen Energieverbrauchs werden zur Wärmeproduktion genutzt. Nur ca. 30% werden erneuerbar und meist regional erzeugt - Energie mit regionaler Wertschöpfung!

Im Gegensatz zum Strom, der nur 15% am Gesamtenergieaufkommen ausmacht und zu 66% erneuerbar ist, gibt es für die „Wärmewende“ nicht einmal eine Vision. Der Vorsatz, die thermische Sanierung von 1% auf 3% anzuheben, besteht seit 20 Jahren unverändert! Die Umstellung auf C02-neutrale Heizsysteme geht im Schneckentempo voran. Eine ökologische Steuerreform, die wirksame, lenkende Maßnahmen setzen würde, scheitert seit zwanzig Jahren, obwohl sie bei jeder Regierungsverhandlung neu besprochen wird.

„Es ist höchste Zeit, dass wirksam politische Maßnahmen gesetzt werden, die eine echte Trendwende in der Wärmeversorgung einleiten. Ziel muss Versorgungssicherheit, die regionale Wertschöpfung und damit niedrige Kosten für die Allgemeinheit und CO2 Neutralität sein.“ meint Doris Hammermüller, Geschäftsführerin von Austria Solar

Solarwärme wirkt durch ca. 2.000 GWh in Österreich produzierter Wärme weiteren Importausgaben für Öl und Gas entgegen. Sie verbessert durch den hohen Exportanteil auch das österreichische Handelsbilanzdefizit! Solarwärme produziert einen Anteil von 1% am Endenergieverbrauch. Das ist nur unwesentlich weniger als die Produktion von Windstrom und rund das Achtfache des erzeugten Photovoltaikstroms. Schon durch geringfügige politische Maßnahmen könnte die sichere, in Österreich produzierte Solarwärme bis zu 10 % zur Abdeckung des österreichischen Wärmebedarfs beitragen!

„Wieso importieren wir lieber Jahr für Jahr zu steigenden Preisen Öl und Gas aus unsicheren Krisenregionen, was uns volkswirtschaftlich so viel teurer kommt, als zukunftssicher in die heimische Wirtschaft und in saubere Solarwärme zu investieren?“ fragt sich Doris Hammermüller, Geschäftsführerin von Austria Solar und fordert die Bundesregierung auf, rasch eine wirksame Energiewende im Wärmebereich einzuleiten.


100% SolarAktivHaus als Sieger beim Energy Global Award, Salzburg, Kategorie Erde

Das Kultur- und Gemeindezentrum Hallwang ist ein Plusenergiehaus und zugleich ein architektonisches Juwel. 138 m2 thermische Solarkollektoren von GASOKOL stellen das sicher. Der Hochleistungskollektor gigaSol OR wurde speziell für 100% solar beheizte Gebäude entwickelt.

Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt ausschließlich über SolarWärme. Somit entstehen für Beheizung und Warmwasserbereitung keine CO2-Emissionen und keine Energiekosten. Die erzielte Überschussenergie wird am Beispiel des Kultur- und Gemeindezentrums Hallwang an den benachbarten Tourismusbetrieb geliefert. Das Vorzeigeprojekt wurde von der Gemeinde Hallwang eingereicht und zum Sieger des Energy Globe Award Salzburg in der Kategorie Erde gekürt. Im länderübergreifenden Zentralraum Salzburg-Oberösterreich-Bayern mit 343.000 Einwohnern wird das zukunftsweisende Gebäude auch als Seminarzentrum zum Thema Energie genutzt. Die Energielösung wurde in Kooperation mit FIN Future Is Now und GASOKOL realisiert.

Die nationalen ENERGY GLOBE Awards zeichnen die besten Projekteinreichungen eines Landes aus.


Intelligente Regelung von SOLARFOCUS erfühlt das Wetter

Na Donnerwetter! Der ecomanager-touch, die intelligente Touch-Regelung von SOLARFOCUS, erkennt mit Hilfe eines zuverlässigen, internationalen Wetterservers, wann wieviel geheizt werden muss.

Ab kommendem Sommer gibt es eine bahnbrechende Neuerung der smarten Touchscreen-Regelungstechnik ecomanager-touch, mit der die SOLARFOCUS-Heizkessel ausgestattet sind. Diese bringt dem Nutzer nicht nur zusätzlichen Komfort, sondern hilft bares Geld sparen: Die SOLARFOCUS-Wetterfrosch-Funktion der Regelung bezieht Livedaten von einem Wetterserver und kommuniziert dem Kessel, wann er heizen muss – oder wann er es bleiben lassen kann, weil Sonnenschein erwartet wird.

Eins ist sicher: Warmes Wasser

Wenn der SOLARFOCUS-Wetterfrosch dem Solaranlagenbesitzer anzeigt, dass das Wetter schön wird, kann der Heizkessel quasi weiterschlafen, auch wenn morgens die Temperaturen noch kühl sind. Ist nämlich Sonne zu erwarten, erwärmt einfach ein wenig später die Solarenergie den Pufferspeicher. Vier verschiedene Modi erlauben unterschiedlich präzise Einstellungen: Von der Komfort- über die beiden Eco-Varianten, bei denen der Nutzer die genauen Anlagendaten eingibt, anhand deren dann die energiesparendste Anwendung berechnet wird – bis hin zur Professional-Version. Diese arbeitet sogar mit einem Wärmemengenzähler und bedient sich so an Realdaten, genauer und effizienter geht es also kaum mehr.


Keine Förderung neuer Atomkraftwerke! GLOBAL 2000 startet Protestaktion

Für das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C (2 Reaktoren á 1600 MW von Electricité de France) wird der Antrag auf u.a. Einspeisevergütung von der EU-Kommission behandelt. Für 35 Jahre sollen die SteuerzahlerInnen Einspeisegarantien gewährleisten, sodass sich der Neubau des AKW für die Investoren wirtschaftlich rentiert!

Im Bereich der Erneuerbaren sollen hingegen Einspeisegarantien und nationale Fördersysteme abgeschafft werden. Stattdessen schlägt die EU-Kommission ein Fördersystem aufbauend auf Ausschreibungen und Marktprämien vor, das bis dato nirgendwo erfolgreich funktioniert und kleine Gemeinden und lokale Initiativen gegenüber großen Energiekonzernen benachteiligen bzw. ihr Ende angesichts der großindustriellen Konkurrenz bedeuten würde.

https://www.global2000.at/keine-f%C3%B6rderung-f%C3%BCr-neue-atomkraftwerke


Und noch ein Lesetipp: "DIE ENERGIEWENDE"

Das Solarzeitalter kommt! Jetzt! Die Energiewende hat schon längst begonnen. Tausende BürgerInnen und Gemeinden erzeugen Energie vor ihrer Haustür – aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse, in einer Größenordnung, die für Konzerne zum Problem wird. Die Zeit drängt: Es braucht einen Plan für die großflächige Umsetzung der Energiewende.

Roger Hackstock, ehemaliger Geschäftsführer des Verbands Austria Solar, präsentierte auf der Energiesparmesse Wels sein Buch "Energiewende" über die Entwicklung der Erneuerbaren Energien seit den 1970ern bis heute und mit einem Ausblick auf die Zukunft - alles erzählt aus der Sicht eines unmittelbar Involvierten.