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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 4 -2014


Neue "Solare Großanlagenförderung“ des Klima und Energiefonds erhöht die Energieunabhängigkeit von österreichischen Betrieben

In Österreich entfallen in etwa 30 % des thermischen Energieverbrauchs auf gewerbliche Anwendungen. Solare Wärme bietet gerade auch für Betriebe mit hohem Wärmebedarf die Chance den teuren Einsatz unsicherer, fossiler Energien durch die CO2 freie, preisstabile SolarWärme zu ersetzen.

Das Solare Großanalgenförderprogramm bietet mit einem Umfang von 5 Mio. € Förderungen für ca. 50 Betriebe an, die in Zukunft mit SolarWärme Kosten und Emissionen reduzieren wollen. Die Förderhöhe für SolarWärmeanlagen bis 2.000 m2 beträgt maximal 50 % der Mehrinvestitionskosten. Zum Programm gehört auch die qualitätssichernde Begleitforschung, die alle Projekte vor der Einreichung fachlich berät und zu besten Standards bei der Anlagenplanung beiträgt. Das Programm ist bis 25.09.2014 geöffnet.

52% des österreichischen Endenergieverbrauchs wird für Wärme aufgewendet, davon liegen drei Viertel in einem Temperaturbereich, der durch Solarwärme abdeckt werden kann.

Optimale Einsatzbereiche für solare Großanlagen sind neben der Lebensmittelindustrie , auch die chemische Industrie und Reinigung, Beherbergungsbetreibe u.v.m.

Die österreichische Solarwärmebranche arbeitet im weltweiten Spitzenfeld, auch wenn es um solare Großanlagen geht. Die größte Solarthermie-Anlage aus österreichischer Produktion mit 36.300 m2 Kollektorfläche (25 MWth Wärmeleistung) war über ein Jahr lang die größte Anlage der Welt. Sie versorgt die Princess Nora Bint Abdul Rahman University in Saudi Arabien seit Anfang 2012.

Schon seit 2010 fördert der Klima- und Energiefonds solarthermische Großanlagen bis 2.000 m2 Kollektorfläche. Derzeit speisen bereits 2% der Kollektorfläche (100.000 m2) die Wärme in Nah- und Fernwärmenetze sowie in industrielle Prozesse ein.

Warum muss SolarWärme gefördert werden? Eine Studie belegt, dass in Österreich auch unterschiedlichste Energiesubventionen für fossile Energieträger in der Gesamthöhe von ca. 2 Mrd. Euro pro Jahr vergeben werden. (Bointner et al., Wirtschaftskraft Erneuerbarer Energie in Österreich und Erneuerbare Energie in Zahlen 2013).

Weitere Informationen http://www.klimafonds.gv.at/foerderungen/aktuelle-foerderungen/2014-2/solarthermie-solare-grossanlagen/


Gleisdorf SOLAR 2014 - Das Programm

Vom 25. bis 27. Juni 2014 trifft sich die Solarthermie-Weltelite in Gleisdorf zur Gleisdorf SOLAR 2014.

Hier die Highlights aus dem Programm:

- Solare Prozesswärme

- Speicher und Konzepte für 100% solare Wärmeversorgung

- Solare Hybridsysteme

- Solare Integration in Wärmenetze

- Kostengünstige Entwicklungen der Solarthermie für den Massenmarkt

- Neue Solarkomponenten und Systementwicklungen

Details zum Programm finden Sie HIER bei der AEE INTEC, dem Organisator der Gleisdorf SOLAR.

Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung.

Die Fachvorträge werden durch eine begleitende Fachausstellung von führenden Solartechnikunternehmen sowie einer Posterausstellung ergänzt.

Anmeldungen sind unter www.aee-intec-events.org möglich!


Tag der Sonne 2014 - bald ist es so weit!

Am 9. und 10. Mai 2014 finden in ganz Österreich Veranstaltungen zum Tag der Sonne statt.

Betriebsführungen unserer Mitglieder und der von proPellets Austria, Sonnenfeste in Schulen und Kindergärten, Informationsveranstaltungen, Stadtfeste und noch viel mehr - all das steht im Zeichen der Sonne, die über SolarWärme und über gespeicherte Sonnenenergie in Pellets unsere Haushalte mit individueller, regional verfügbarer und unabhängig mit Wärme versorgt.

Feiern Sie gemeinsam mit den BürgerInnen von 19 weiteren europäischen Staaten die Energie der Sonne!

HIER finden Sie die Veranstaltungen in Ihrer Nähe!


Förderungen für SolarWärmeanlagen auch bei der Mustersanierung 2014

Im Rahmen des Förderprogramms zur Mustersanierung können zusätzlich zu Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes auch Investitionen in SolarWärmeanlagen von betrieblich genutzten Gebäuden gefördert werden. Im Falle der Errichtung von SolarWärmeanlagen werden neben anteiligen Planungskosten auch 25% der umweltrelevanten Mehrkosten gefördert. Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern muss mindestens 80% betragen. Für besonders ambitionierte Projekte gibt es Fallweise noch höhere Förderraten.

Zielgruppe der Förderung sind neben Gewerbebetrieben auch konfessionelle Einrichtungen und Vereine, öffentliche Gebietskörperschaften, Beherbergungsbetriebe mit mehr als zehn Betten und Contractoren.

Mehr Informationen dazu: http://www.klimaaktiv.at/bauen-sanieren/gebaeudedeklaration/kriterienkatalog.html 


klimaaktiv nimmt Solarhäuser in die Liste der klimaaktiv zertifizierbaren Gebäude auf!

SolarWärme erreicht im Solarhaus bis zu 100% Heizungsanteil und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Bauens und des Heizens!

Dass der klimaaktiv Kriterienkatalog für die ökologische Bewertung hochwertiger Gebäude nun auch Solarhäuser berücksichtigt, ist angesichts der geforderten hervorragend niedrigen Kohlendioxid-Emissionswerte ein deutliches Zeichen!

Derartige Gebäude konnten bislang im klimaaktiv Kriterienkatalog nicht bewertet werden, da sie nach den gängigen Berechnugsprogrammen weder nach OIB Richtlinie 6 noch mit PHPP (Passivhausprojektierungspaket) 7.1 abgebildet werden konnten. Die PHPP-Version 8 kann SolarWärmeanlagen, die den Großteil eines Gebäudes heizen, jetzt berücksichtigen. Die Berechnungen zeigen eine sehr gute Übereinstimmung mit den speziellen Solaranlagen-Berechnungsprogrammen. Damit können ab sofort Gebäude für die klimaaktiv-Stufen Gold und Silber auf dem Nachweisweg PHPP-bewertet werden.

Ein vereinfachter Nachweis der Stufe Bronze ist nach dem Verfahren der OIB Richtlinie 6 in Verbindung mit Berechnungen mit dem Solaranlagen-Berechnungsprogramm Polysun möglich.

Voraussetzung für die Bewertung von Gebäuden nach dem Solarhaus-Konzept ist ein solarer Deckungsgrad von mindestens 50% an Raumwärme und Warmwasser. Eine Beschreibung des Nachweisweges und beispielhafte Berechnungen für ein Mustergebäude mit hohem solarem Deckungsgrad stehen hier zur Verfügung: http://www.klimaaktiv.at/bauen-sanieren/gebaeudedeklaration/kriterienkatalog.html