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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 6-2008


Energieriese Total warnt vor Ende des Ölzeitalters

Unabhängige Experten ahnten es schon immer - nun gibt es erstmals ein Energiemulti zu: Die weltweite Ölförderung wird wohl bald ihr Maximum erreichen, warnt der französische Konzern Total. Bisherige Schätzungen seien "zu optimistisch" - denn die Unternehmen finden nicht genug neue Vorkommen. Die ersten Auswirkungen sind bereits spürbar, das Tempo des Ölpreisanstiegs nimmt immer bedrohlichere Formen an. Anfang Juni stieg der Preis für ein Fass Rohöl binnen eines Tages um mehr als 10 US-Dollar - mehr als Öl vor 10 Jahren überhaupt gekostet hat. Wenn die Dynamik anhält, dürfte in Kürze die 150-Dollar-Marke erreicht sein. Die Lage ist ernst: Anfang Juni trafen sich die Energieminister der großen Ölverbrauchsländer Japan, USA, China, Indien und Südkorea, um über die Probleme durch den rasanten Ölpreisanstieg zu beraten. Auch wenn manche dabei an Atomkraft denken - die einzige Alternative im Großmaßstab sind die Erneuerbaren Energieträger, die uns unerschöpflich zur Verfügung stehen.

Mehr Infos zur Ölkrise unter: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,k-7229,00.html


Solarmarktstatistik 2007: Gesamtbericht veröffentlicht

Am 10. Juni 2008 wurde von Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl der Gesamtbericht "Erneuerbare Energie in Österreich - Marktentwicklung 2007" präsentiert. Das Ergebnis zu Solarwärme: Im Jahre 2007 wurden in Österreich 281.000 Quadratmeter Flach- und Vakuumrohr-Kollektoren neu installiert, davon in Tirol 26%, Oberösterreich 22%, Niederösterreich und die Steiermark je 14%, Kärnten 8%, Vorarlberg 6%, Salzburg 5%, Burgenland 3% und Wien 2%. Insgesamt waren in Österreich Ende 2007 rund 3,6 Millionen Quadratmeter Kollektoren in Betrieb (inkl. Schwimmbadabsorber). Rund 43% der errichteten Solaranlagen wurden im Zuge eines Neubaus errichtet. Weitere 33% der Anlagen wurden im Gebäudebestand als Einzelmaßnahme umgesetzt und rund 24% der Solaranlagen wurden im Zuge einer umfassenden Gebäudesanierung errichtet.

Weitere Infos finden sie im Gesamtbericht "Erneuerbare Energie in Österreich - Marktentwicklung 2007"


Studie erklärt Modernisierungsstau bei Heizungen seit 2007

Eine aktuelle Untersuchung der GfK-Gruppe im Auftrag des deutschen Bundesverbandes der Heizungsindustrie BDH zeigt, dass der starke Rückgang bei Neuinstallation und Sanierung von Heizkesseln im Vorjahr Zeichen eines Modernisierungsstaus ist, weil die Menschen verunsichert sind was sie machen sollen, wenn die bestehende Heizung kaputt oder im Betrieb zu teuer geworden ist. Das Motto "weg von Öl und Gas" wegen des Klimawandels und der Ressourcenverknappung ist erfolgreich in der Bevölkerung angekommen, nur was tun? Die Ölheizer sind zu "Wechselwählern" geworden und bereit umzusteigen, die Gasheizer sind "Stammwähler" und möchten bei Gas bleiben. Beide sind durch Energiepreise, Medienberichte ("Jetzt folgt das Gas dem Öl nach") und einer erwarteten Preissteigerung bei Holz ("wenn Öl und Gas steigen, wieso sollte dann Holz viel billiger bleiben?") stark verunsichert, was nun das klügste wäre. Jeder, den sie fragen, sagt etwas anderes. Also warten sie erst mal ab, von wo die Signale zum Handeln kommen. Solarwärme finden alle Befragten laut Studie sehr interessant und bei der Sanierung in jedem Fall ein Thema. Die Empfehlung lautet daher, die Kosteneinsparung durch Kesseltausch mit praktischen Beispielen stärker in den Vordergrund zu rücken und seitens der Politik klar zu machen, welche Technologie und welcher Energieträger bevorzugt werden sollen.

Die Kurzfassung der Untersuchungsergebnisse finden sie hier.


Kurzbericht zum Workshop "Optimierung von thermischen Solarsystemen und Biomasseheizungen im Objektbau" am 30. Mai 2008 in Klagenfurt

Über 60 Techniker diskutierten am 30. Mai in Klagenfurt über den Status Quo bei der Umsetzung von Solar- und Biomasseanlagen in höchster Qualität im Objektbau.

Die Highlights in Kürze:

  • Die aktuelle Evaluierung von 90 Kärntner Solarwärmeanlagen (nicht älter als 3 Jahre) zwischen 5 und 60 m² Kollektorfläche zeigte eindrucksvoll, dass 96 Prozent der Anlagen einwandfrei funktionieren. Verbesserungspotenzial besteht bei der Einbindung der Nachheizung, der Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen, bei Regelungseinstellungen und bei der Einweisung des Endkunden.
  • Die Messergebnisse aus einem Breitentest zeigen eine hohe Übereinstimmung zwischen Simulationswerten und realen Ergebnissen, was für die hohe Planungssicherheit der Systeme spricht. Voraussetzung dafür ist eine „Optimierungsphase“ in den ersten Betriebswochen, die vertragliche Definition von Garantiewerten und eine Betriebsüberwachung der Solaranlage.
  • Zahlreiche präsentierte Praxisbeispiele zeigten, dass die Integration von Solaranlagen und Biomasseheizungen im Bestand von Geschoßwohnbauten und Tourismusbetrieben nicht nur technisch möglich, sondern auch betriebswirtschaftlich höchst interessant ist.
  • Ein „Zertifizierter Solarwärmeplaner“ brachte eine praxisnahe Anleitung zur Qualitätssicherung von solarunterstützten Wärmeversorgungssystemen aus der Sicht eines Anlagenbetreibers.

Sämtliche Vorträge unter http://www.sonnenklar-erneuerbar.at/


3.-5. September 2008: Gleisdorf SOLAR 2008

Vom 3. bis 5. September 2008 findet zum 9. Mal die Gleisdorf SOLAR statt, eines der weltweit wichtigsten Symposien zu thermischer Solarenergienutzung. 400 TeilnehmerInnen aus ca. 20 Nationen werden bei dem Symposium erwartet. Veranstalter ist die AEE INTEC in Kooperation mit der Stadt Gleisdorf und der Feistritzwerke Steweag GmbH, Austria Solar ist einer der Mitveranstalter. Führende Experten der Branche informieren in Fachvorträgen über den Stand der Technik, gelungene Umsetzungsprojekte, neue Entwicklungen und die Marktentwicklung. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit Kontakte mit potenziellen zukünftigen Projektpartnern zu knüpfen.

Detailprogramm und weitere Informationen zur Gleisdorf SOLAR 2008.