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Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 6-2017


2016 war Rekordjahr für erneuerbare Energie

Anfang Juni wurde der Global Status Report 2017 der Pariser Organisation REN veröffentlicht, der einen sehr guten Gesamteindruck zu allen Erneuerbaren weltweit im Jahr 2016 liefert. Bei Solarwärme wurde im Jahr 2016 weltweit 36.700 Megawatt Wärmeleistung neu installiert, 75 % davon in China, gefolgt von Türkei und Brasilien. Bei der Solardichte pro Einwohner wurde Österreich von Barbados auf Platz 2 verdrängt. Grosse Solarwärmeprojekte sind im arabischen Raum in Entwicklung, in Jordanien haben 15 Prozent aller Haushalte eine Solarwärmeanlage, fast dreimal so viel wie Deutschland (rd. 5 Prozent). Die weltgrößte Solarwärmeanlage wurde 2016 in Silkeborg (DK) mit 110 Megawatt Wärmeleistung (156.000 Quadratmeter) installiert, die Solare Fernwärme hat sich in Dänemark 2016 insgesamt verdoppelt. Weltweit sind 828.000 Menschen in der Solarwärmebranche beschäftigt, in etlichen Staaten wurden 2016 neue Solarwärme-Förderprogramme gestartet. Viele Länder weltweit haben konkrete Solarwärme-Ausbauziele bis 2020/2030 (siehe Table R23, Seite 207 im Global Status Report).

Renewables 2017 Global Status Report


Focus-Studie Roland Berger: 4 zentrale Trends am Wärmemarkt der Zukunft

Die revolutionären Kräfte des Stromsektors greifen zunehmend auf den Wärmesektor über und beschleunigen die Wärmewende. Die Roland Berger-Experten haben in einer neuen Studie die zukünftigen Entwicklungen am Wärmesektor untersucht und vier Zukunfts-Trends festgestellt, die sich gegenseitig beeinflussen und verstärken:

1. Dekarbonisierung erfordert mehr Maßnahmen bei Wärme
2. Digitalisierung macht den Wärmebereich effizienter und intelligenter steuerbar
3. Dezentralisierung wird künftig dominieren, Fernwärme gerät in Bedrängnis
4. Verzahnung von Strom und Wärme wird stärker (Power-to-Heat, Power-to-Gas)

Wann sich welche Technologie in welchem Umfang durchsetzen werden, lässt sich aus Sicht der Autoren noch nicht vorhersagen. Die Wärmeversorger sollten jedoch bereits heute beginnen, sich auf die Umstellung des Energiesystems einzustellen. Bei Solarwärme sind günstige, dezentrale Lösungen gefragt, die Power-to-Heat als Backup nutzen und in der Sanierung eingesetzt werden können. Bei Großanlagen hat die Versorgung von Fernwärmenetzen mit günstiger Solarwärme große Zukunft.

Focus-Studie Roland Berger „Wärmewende in Sicht“


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Schnelles Berechnungstool für Industriebetriebe

Im Forschungsprojekt „EnPro“ wurde anhand von 12 Industriebetrieben ein Berechnungstool für die Integration von Solarwärme und Wärmepumpe in industrielle Prozesse entwickelt. Im Tool ist das Wissen zahlreicher Vorprojekte mit breitem Praxiswissen enthalten. Das Tool soll Herstellern, Planern, Anlagenbauern und Industriebetrieben helfen, in kurzer Zeit die Potentiale von Solarwärme und Wärmepumpe in einem konkreten Industriebetrieb zu erkennen. Die einfach gehaltene Berechnung ermöglicht innerhalb von 2-4 Stunden eine rasche Bewertung des Einsatzes von Solarwärme und Wärmepumpen im Industriebetrieb – mit Auslegungsbeispiel und Schätzung der Gestehungskosten! Als Eingaben sind die nutzbare Dachfläche, Abwärmequellen, Standort, Energiepreis, usw. erforderlich. Es ist kein spezifisches Know-how für die Eingabe nötig, das Tool liefert eine grobe Erstschätzung, jedoch keine Detailsimulation. Das Berechnungstool liefert eine wertvolle Arbeitshilfe für Solaranbieter – reinschauen lohnt sich!

EnPro Berechnungstool.xlsm (4.4 MB)