x

Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 8-2017


Energiewende – die nächste Regierung muss die Schleusen öffnen!

Die Energiewende tritt seit geraumer Zeit auf der Stelle. Es ist Zeit, dass die kommende neue Regierung den Themen Energie, Klima und Erneuerbare oberste Priorität einräumt, um Österreich wieder auf den Klimapfad zu bringen und tausende Arbeitsplätze durch Klimaschutz zu schaffen. Austria Solar führt laufend Gespräche mit Entscheidungsträgern, um klarzustellen, dass die neue Regierung verbindliche Ziele beschließen muss, um Bürgern und Unternehmen eine klare Richtschnur geben, wie der Ausbau in den nächsten Jahrzehnten erfolgen soll. Im Wärmebereich ist das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energie bei Raumwärme bis 2030 auf über 70 Prozent zu steigern, bis 2050 auf über 90 Prozent. Derzeit stehen wir bei rund 45 Prozent, wir haben also noch viel Luft nach oben. Der größte Hebel wäre die Einführung einer aufkommensneutralen CO2-Steuer, wie sie bereits Frankreich, Großbritannien, Schweiz und viele andere Länder haben. Die nächste Regierung hat die Chance, die Schleusen zu öffnen und Mega-Investitionen auszulösen, die dieser Entscheidung auf dem Fuß folgen werden.

Forderung von Austria Solar an die nächste Regierung nach der Wahl


IEA-Studie zur Zukunft von Solarwärme in Österreich, Deutschland, Italien und Dänemark

In den letzten fünf Jahren hat Solarwärme in Europa deutlich zugelegt, die solar produzierte Wärmemenge hat sich seit 2011 auf fast 50 Terawattstunden verdoppelt, auch wenn die jährlichen Ausbaumengen rückläufig sind. Der Ausbau fand vor allem bei der solaren Versorgung von Gebäuden statt, in Dänemark ist auch ein Boom bei solaren Fernwärmeanlagen zu beobachten. Wie sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzen wird und welchen Beitrag Solarwärme zu den europäischen Klimazielen leisten kann, wurde in einer im August 2017 veröffentlichten IEA-Studie am Beispiel Österreich, Deutschland, Italien und Dänemark untersucht. In den Szenarien wird von einer Verdopplung der fossilen Energiepreise bis 2050 und einer Kostensenkung bei Solarwärme von 25 bis 35 Prozent ausgegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass Solarwärme langfristig vor allem fossile Energieträger ersetzen wird, andere erneuerbare Wärmetechnologien wie Biomasse, Wärmepumpe, Abwärme werden aufgrund niedriger Wärmeerzeugungskosten zu Solaranlagen eher in Konkurrenz stehen. Den größten ökonomischen Vorteil wird Solarwärme in Südeuropa liefern, in unseren Breiten werden aus wirtschaftlichen Gründen eher Großanlagen dominieren. Für Österreich wurde ein technisches Potenzial von jährlich bis zu sieben Terawattstunden Solarwärme errechnet, was bedeuten würden, dass jedes zweite Gebäude mit Solarwärme versorgt wird. Derzeit liegt die heimische solare Wärmeproduktion bei 2,13 Terawattstunden pro Jahr, laut IEA-Studie beträgt das Potenzial langfristig mehr als das Dreifache dieses Wertes.

IEA SHC Task 52: Solar Thermal and Energy Economy in Urban Environments - Country cases for Germany, Austria, Italy and Denmark


4.10.2017: Wirtschaftskammer-Forum für erneuerbare Energie in Salzburg

Der Klimavertrag von Paris und das EU-Energiepaket „Saubere Energie für alle Europäer“ müssen in nationale Gesetze gegossen werden, um rasch wirksam zu werden. Die Themen Energie, Klima und Erneuerbare müssen von der kommenden neuen Regierung mit Priorität behandelt werden, um Österreich wieder auf Klimapfad zu bringen und tausende Arbeitsplätze durch Klimaschutz zu schaffen. Die Wirtschaftskammer Salzburg und der Dachverband Energie-Klima laden daher zu einer Informationsveranstaltung ein, um in Expertenvorträgen zu zeigen, wie sich die Energietechnologien in den vergangenen Jahren entwickelt haben und wie es in Europa und Österreich beim Thema Energie weitergeht. Der Verband Austria Solar referiert beim Forum über künftige effiziente Systemlösungen von Solarwärme als Lösung der Klimaprobleme.

Nähere Infos und Einladung zum Wirtschaftskammer-Forum für erneuerbare Energie


4.10.2017: Veranstaltung „Kosteneffiziente solarthermische Systeme” in Linz

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass für den weiteren Ausbau der Solarthermie kosteneffiziente und massentaugliche Technologien von zentraler Bedeutung sind. Die Standardisierung bestehender Systemtechnologien oder gänzlich neuartige Systeme auf Basis von Kunststoffen oder Hybridwerkstoffen bieten dazu ein ausgezeichnetes Potenzial. Im Rahmen der Tagung des IEA Task 54 wird das aktuelle Know-how zu Kunststoffkollektoren und -systemen vorgestellt und ein Ausblick zur Standardisierung dieser Systeme gegeben. Über die Berechnung der Wärmegestehungskosten im Vergleich zu konventionellen Systemen wird das Kostensenkungspotenzial durch diese Systeme aufgezeigt.

Wann: 4. Oktober 2017 von 09:30 bis 16:00 Uhr
Wo: Johannes Kepler Universität (JKU), Altenberger Straße 69, 4040 Linz

Programm und Anmeldeinfos


27.11.2017: Science Brunch „Solarthermie thermische Speicher“

Am 27. November 2017 findet in Wien der nächste Science Brunch des Klimafonds statt, diesmal zum Thema Solarthermie und Wärmespeicher. Es werden Ergebnisse aus der Begleitforschung im Förderprogramm "Solare Großanlagen" des Klimafonds präsentiert und die Anlage zur Solaren Prozesswärme von AVL List im Detail vorgestellt. Sie erfahren, wie man Bauteilaktivierung als Energiespeicher kostenoptimal einsetzt und wie der Stand bei Sorptionstechnik für Langzeit-Wärmespeicher und bei Kunststoffkollektoren ist. Nehmen Sie teil, es lohnt sich!

Programm und Anmeldeinfos