x

Solarwärme

Umfassende und firmenunabhängige Infos rund um Solaranlagen

Austria Solar Newsletter 10-2017


Neues Mitglied CONA Entwicklungs- & Handelsgesellschaft m.b.H.

Seit November 2017 ist die CONA Entwicklungs- & Handelsgesellschaft m.b.H. Mitglied im Verband Austria Solar.

CONA baut weltweit solare Trocknungsanlagen für landwirtschaftliche Produkte wie Holz, Kaffee, Früchte oder Heilkräuter. Die Anlagen sind auf fast allen Kontinenten zu finden, von Lateinamerika über Afrika bis Asien. In Österreich wird die Technologie vor allem für die Trocknung von Hackschnitzel, Heu und Getreide eingesetzt. CONA hat dafür bereits mehrere Preise erhalten und wurde für den Energy Globe Award nominiert. Auch am Standort selbst in Ried im Traunkreis wird Solarenergie genutzt, das Betriebsgebäude der Firma wird zu 100 Prozent mit der Sonne geheizt, als Pufferspeicher dient ein mehrere Kubikmeter großer Steinspeicher. Wir heißen das neue Mitglied herzlich willkommen!

Über CONA Entwicklungs- & Handelsgesellschaft m.b.H.


Förderprogramm Solare Großanlagen gewinnt IEA SHC 2017 Solar Award

Am 1. November 2017 wurde in Abu Dhabi der renommierte IEA SHC Award 2017 an den Klima- und Energiefonds verliehen. Der Preis der Internationalen Energieagentur wird jährlich an herausragende Leistungen im Bereich Solarthermie vergeben. Im Jahr 2017 fiel die Wahl auf das Förderprogramm für solare Großanlagen des Klima- und Energiefonds, mit dem seit 2010 rund 160 Solarwärmeanlagen für Produktionsbetriebe, Wärmenetze und Gewerbegebäude errichtet wurden. Die Gesamtleistung der Anlagen beträgt 42 MW (60.000 m² Kollektorfläche), insgesamt wurden rund 43 Mio. Euro investiert. Für die IEA ist das Förderprogramm wegweisend auch für andere Länder weltweit.

Fotos von der Verleihung des IEA SHC 2017 Solar Award


200.000 Solarwärmeanlagen in den letzten 10 Jahren dazugekommen

In den letzten 10 Jahren sind in Österreich rund 200.000 Solarwärmeanlagen dazugekommen, wie die die aktuelle Energiemarktanalyse des Wiener Beratungsunternehmens e7 zeigt. Zu den Gewinnern am Raumwärmemarkt zählen seit 2006 auch Fernwärme mit knapp 400.000 neuen Anschlüssen und Wärmepumpen mit einem Plus von 160.000 Anlagen. Die Verlierer im 10-Jahres-Vergleich sind eindeutig fossile Brennstoffe wie Heizöl (minus 230.000), Kohle (minus 112.000) und Gas (minus 14.000). Insgesamt sind 2,2 Mio. Heizkessel in Betrieb, mit einer Wärmeleistung von 66.000 MW. Das Durchschnittsalter der Kessel beträgt 16 Jahre, 755.000 Kessel sind älter als 20 Jahre und die nächsten Kandidaten für eine Sanierung – im Idealfall ergänzt um eine Solaranlage!

Wie heizt Österreich: 10-Jahres-Vergleich der e7 Energie Markt Analyse


Die Solarwärme ist in der Fernwärme angekommen

Die klassische Fernwärme und Solarwärme gehen in den letzten Jahren aufeinander zu. Dies zeigte ein Statusworkshop des deutschen BMWi Ende September in Dresden, an dem zahlreiche Forscher und Praktiker teilnahmen. Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer kamen von Stadtwerken und EVUs, die wissen wollten welchen Anteil solare Großanlagen in Fernwärmenetzen übernehmen können und was der Stand der Technik ist. Als erfolgreiche Beispiele wurden die bisher größte Solarwärmeanlage Deutschlands in Senftenberg mit 5 MW Leistung (8.300 m²) und 4 GWh Ertrag pro Jahr und eine Anlage in Chemnitz mit 1,5 MW (2.136 m²) und 859 MWh Jahresertrag vorgestellt. Auch in Österreich ist ein Trend zu Großanlagen zu beobachten. Speziell entwickelte Großflächenkollektoren liefern heute um 50 Prozent mehr Ertrag als Standardkollektoren in der Vergangenheit, die Errichtung vor Ort wird zunehmend standardisiert und durch Vorfertigung beschleunigt. Ein aktuelles Beispiel für Solarwärmeanlagen im Fern-/Nahwärmenetz ist die in Bau befindliche 3,5 MW (5.000 m²) starke Solaranlage im Netz der Stadtwerke Mürzzuschlag, die rund 10 % des jährlichen Wärmebedarfs der Stadt mit 8.600 Einwohnern decken wird. Eine ähnlich große Anlage ist in Friesach (Kärnten) geplant, die Stadtwerke Salzburg planen in den nächsten Jahren eine mehr als fünfmal so große Solaranlage ans Netz zu hängen.

BMWi-Statusworkshop "Solarthermie in der Fernwärme" - Kurzbericht