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Solarwärme

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marktpotenzial

In Österreich haben vor allem die Lebensmittelindustrie (Molkereien, Brauereien, usw.), die Textilindustrie und Sparten wie Betonteileherstellung, Galvanik, Holztrocknung großes Potenzial für Solarwärmenutzung.

Im Projekt „Grüne Brauerei“ wurde ein Branchenkonzept und konkrete Konzepte für die Brauerein Gösser, Puntigam und Schladming entwickelt. Mit dem Bierkonzern HEINEKEN läuft ein Projekt zur Installation von drei Solaren Grossanlagen an drei Standorten in Österreich (Gösser), Spanien und Portugal.

Laut der Studie „Produzieren mit Sonnenenergie – PROMISE“ könnten kurzfristig 3.000 MWth Wärmeleistung aus der Sonne für Prozesswärme bis 150 °C nutzbar gemacht werden. Dies würde über vier Millionen Quadratmeter neue solarthermische Kollektorfläche bedeuten – fast eine Verdopplung der Ende 2010 in Österreich installierten Fläche. In der Steiermark wurden sechs konkrete Fallstudien (Milchverarbeitung, Bierherstellung, Metallfässerproduktion, Produktion von Werkzeugbohrern) für industrielle Solarwärme untersucht. In Galvanikbetrieben, wo die vorhandenen solarerwärmten Becken selbst ein Wärmespeicher sind, kommt man zum Beispiel ohne große zusätzliche Solarspeicher aus, was die Kosten senkt.

Potenzialanalysen in 90 Betrieben

Im IEE-Projekt "Solar Process Heat" (SO-PRO, koordiniert von ESV Oö) wurden Potenzialanalysen zur Solarer Prozesswärme in 90 Betrieben in 6 Regionen Europas durchgeführt. Die Erkenntnisse zu idealen betrieblichen Voraussetzungen für Solare Prozesswärme sind im Solar Process Heat Newsletter Nr. 3 zusammengefasst. Von 2003 bis 2007 wurden in acht Ländern Potenzialstudien erstellt, Prozesswärme-kollektoren entwickelt und systemtechnische Lösungen zur Integration von Solarwärme in industrielle Prozesse untersucht. An diesen Arbeiten waren 16 Institute und 11 Firmen beteiligt, die Ergebnisse findet man bei Task 33/IV der Internationalen Energieagentur (IEA).